Brutaler Überfall schockiert die Stadt

Kioskbesitzer gefesselt und geknebelt zurückgelassen – Welle des Mitgefühls

MITGEFÜHL: Kinder haben für Herbert Eder Bilder gemalt, was Annemarie Rügner ganz besonders freut. (Foto: A. Keim)

Mörfelden-Walldorf. Der brutale Überfall auf den stadtbekannten Kiosk Eder in der Walldorfer Langstraße hat eine Welle von Empörung und Solidaritätsbekundungen ausgelöst. Längst ist die furchtbare Tat zum Stadtgespräch geworden, viele Menschen zeigen sich schockiert.
Wie die Polizei am Montag mitteilte, hatten zwei maskierte Männer am Sonntagabend gegen 22 Uhr den Kiosk überfallen und den 75 Jahre alten Besitzer Herbert Eder gefesselt und geknebelt zurückgelassen. Eine Mitarbeiterin hatte den hilflosen Mann Montag früh gegen fünf Uhr gefunden. Er wurde mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, konnte aber noch am gleichen Vormittag wieder nach Hause gehen.

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei haben die unbekannten Täter vor allem Bargeld erbeutet. Nicht bestätigt habe sich hingegen eine erste Meldung, dass neben dem Geld auch Schusswaffen entwendet worden seien. Die Ermittlungen der Kripo Rüsselsheim zum Tathergang dauern derzeit an.
Wie die Polizei weiter mitteilt, hatten die beiden Männer während des Überfalls schwarze Sturmhauben über die Köpfe gezogen, beide trugen Jeans. Einer von beiden war mit einer grauen Jacke bekleidet.
Möglicherweise sind die beiden Personen jemandem in der Nähe des Kiosks aufgefallen. Die Polizei bittet etwaige Zeugen um Hinweise über verdächtige Beobachtungen – auch von Fahrzeugen – unter der Rufnummer 06142-6960.
Seit Montagnachmittag hat der Kiosk Eder bereits wieder geöffnet. Mitarbeiterin Annemarie Rügner ist empört und entsetzt über die Tat. Von 22 Uhr bis 3 Uhr morgens hätten die Täter alles durchsucht und immer wieder Herbert Eder gedroht. Neben dem Geld seien auch stangenweise Zigaretten entwendet worden.
Die Hauptsache aber sei, dass es Herbert Eder den Umständen entsprechend gut gehe. Wie Annemarie Rügner weiter berichtet, ebbt seit Montag die Mitgefühlswelle der Kundschaft nicht mehr ab. Jeder erkundige sich nach ihrem Chef, frage besorgt nach seinem Zustand. Blümchen habe es gegeben, selbst gemalte Bilder von Kindern und sogar einen großen Kuchen vom Bäcker.
„Die Kunden sind so bemüht und so lieb, das ist schön zu sehen“, so Annemarie Rügner. Sie selbst kann sich nicht erinnern, dass es schon einmal einen ähnlich brutalen Überfall auf den Kiosk oder überhaupt in Walldorf gegeben habe.
Das sieht auch Eckhard Doppler so, der Leiter der Polizeistation in Mörfelden-Walldorf. „Ich bin jetzt seit zwei Jahren hier und habe das so noch nicht erlebt“, sagt er. Die Art und Weise des Überfalls sei schon heftig und auch gefährlich. Gerade wenn jemand so lange geknebelt sei, könne das schlimme Folgen haben. Ein Trend zu brutaleren Überfällen allgemein sei aber nicht erkennbar. (ake)

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