Bilanz: Feuerwehr Mörfelden war 159 mal im Einsatz

Mehr als 7000 Stunden für die Allgemeinheit

Retten, Löschen, Bergen, Schützen: Auch Im Corona-Jahr 2020 hatte die Freiwillige Feuerwehr Mörfelden wieder alle Hände voll zu tun. Im Gegensatz zu den Einsätzen konnten Übungen meist nur online stattfinden. Foto: Feuerwehr

Mörfelden-Walldorf – Die diesjährige Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Mörfelden ist eine völlig andere als in den Vorjahren: Was sonst stets eine große Präsenzveranstaltung mit vielen Kameraden und Gästen im Feuerwehrgerätehaus am Gärtnerweg war, das kann 2021 nur als digitale Versammlung vonstatten gehen. Die Berichte der Einsatzabteilung, Jugendfeuerwehr und des Feuerwehrvereins sind der Presse diesmal schriftlich zugestellt worden, Wahlen fanden keine statt.

Wehrführer Marco Schmitz gibt den Bericht der Einsatzabteilung für das Corona-Jahr 2020 ab, ein Jahr im Zeichen der Hygienestandards und Schutzmaßnahmen, die bei der Feuerwehr sehr hoch sind. Zudem stelle die Pandemie vieles auf den Kopf. Während es sonst normal sei, dass die Kameraden so oft wie möglich in der Gruppe miteinander üben, gilt in Corona-Zeiten das genaue Gegenteil, nämlich, Kontakte zu vermeiden. Deshalb werden Übungen online vorgenommen.
Auch 2020 war das Engagement der Einsatzkräfte der Feuerwehr groß, wie es im Bericht des Wehrführers heißt. „Die Einsatzabteilung Mörfelden wurde zu insgesamt 159 Einsätzen gerufen.“ Der Abteilung gehören derzeit 74 Mitglieder an, acht von ihnen unterstützen nur tagsüber. Im vergangenen Jahr kamen drei neue Einsatzkräfte dazu, drei sind aufgrund von Umzügen ausgetreten, und eine Person wechselte in die nun 24-köpfige Alters- und Ehrenabteilung.
Im Jahr 2020 gab es insgesamt 61 Brandeinsätze, darunter zwei Großbrände, 69 technische Hilfeleistungen, davon 17 bei Verkehrsunfällen und 29 Fehlalarmierungen. „Eine Besonderheit ist, dass die Einsatzabteilung Mörfelden im Jahr 2020 keine einzige böswillige Fehlalarmierung hatte“, freut sich Schmitz. Jeder Einsatz habe im Durchschnitt eine Stunde und 20 Minuten gedauert. Bei dieser Statistik außen vor gelassen wurde der große Waldbrand im August, da dieser mit seinem extremen Zeitaufwand völlig aus dem Rahmen gefallen war. „Beim Waldbrand war die Einsatzabteilung sechs Tage im Einsatz“, so Schmitz. 
Insgesamt leisteten die Mörfelder Kameraden im vergangenen Jahr 7050 Stunden ehrenamtliches Engagement. Neben den Einsätzen sind Lehrgänge, Übungen, Sitzungen, Verwaltungstätigkeit und weitere Verpflichtungen zu absolvieren. Die Stunden für Lehrgänge und Übungen fielen aufgrund der Pandemie 2020 geringer aus als in den Vorjahren. Ferner berichtet Schmitz, dass die Einsatzabteilung mit der Hilfe des Feuerwehrvereins wichtige Anschaffungen machen konnte, beispielsweise eine mobile Tankstelle mit einem Fassungsvermögen von 60 Litern sowie weitere technische Ausrüstung. 
Neben vielen Beförderungen und Ernennungen werden auch Ehrungen vorgenommen. So würdigt das Land Hessen Jochen Eisentraud und Manuel Lorei für 30 Jahre, Norman Krieg für 20 sowie Kevin Autz und Sven Schulmeyer für jeweils zehn Jahre Zugehörigkeit zur Einsatzabteilung. Die Stadt Mörfelden-Walldorf ehrt Hermann Krichbaum für besonders beeindruckende 60 Jahre Feuerwehrmitgliedschaft. Edwin Pons wird für 50 Jahre, Stefan Galbicska, Reiner Knodt und Klaus Nowka für 40 und Nico Heßler für 20 Jahre Zugehörigkeit zur Feuerwehr ausgezeichnet. Pons erhält somit auch die Goldene Ehrennadel der Stadt, die für 50 Jahre Feuerwehrmitgliedschaft vergeben wird. 
Für die Jugendfeuerwehr Mörfelden berichtet im Anschluss Jugendwart Erik Zilske: „Trotz Corona hatten wir 2020 einen Zuwachs.“ So machen jetzt 23 Jugendliche mit, Anfang 2020 waren es noch 20. Acht Jugendlichen konnte aufgrund ihrer Leistungen in den Vorjahren die „Jugendflamme“ – eine Auszeichnung für Jugendliche – überreicht werden. Trotz Corona wurden immerhin 25 Übungen virtuell oder, als dies noch möglich war, in Präsenzveranstaltungen abgehalten. Die Jugendfreizeit und die 24-Stunden-Übungen mussten allerdings 2020 Corona-bedingt ausfallen. Neu ist, dass die Jugendfeuerwehr Mörfelden seit vergangenem Jahr auch auf der Social-Media-Plattform Instagram präsent ist. 
Für den Feuerwehrverein schließlich erinnert Klaus Nowka, dass auch dieser 2020 seine geplanten Veranstaltungen wegen Corona hatte absagen müssen, insbesondere den traditionellen Tag der offenen Tür. „Die Gemeinschaft fehlt sehr“, betont er. Positiv sei aber, dass der Feuerwehrverein die bereits von Schmitz erwähnten Anschaffungen der Einsatzabteilung hatte ermöglichen können. Man habe nun die Hoffnung, dass 2021 wieder Veranstaltungen stattfinden können. So ist beispielsweise der Tag der offenen Tür für den 20. Juni geplant.  Von Alexander Koch

 

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