Bauarbeiten für Terminal 3 schreiten voran

Fraport: „Integraler Bestandteil für das Drehkreuz“ / Bodenlager für Erdaushub wohl nicht nötig

Blick auf die Mega-Baustelle: Auf rund 176 000 Quadratmetern entsteht am Frankfurter Flughafen das dritte Terminal. Täglich sind hier rund 1200 Bauarbeiter zugange. (Foto: Fraport)

Frankfurt (ako). Die größte Baustelle Hessens liegt nur wenige Kilometer von Mörfelden-Walldorf entfernt. Derzeit entsteht am Frankfurter Flughafen das Terminal 3. Wegen der Corona-Krise kam es zwar zu zeitlichen Verzögerungen auf der Baustelle, doch inzwischen gehen die Arbeiten wieder zügig voran.

„Die Grundfläche des Baus umfasst rund 176 000 Quadratmeter. Das entspricht etwa 25 Fußballfeldern“, erklärte Christian Engel, Pressesprecher des Flughafenbetreibers Fraport, bei einem Ortstermin für Medienvertreter auf der Baustelle. Täglich würden 800 Kubikmeter Beton gemischt und verbaut werden. „Das entspricht rund 5000 Badewannen“, so Engel weiter. Täglich arbeiten hier rund 1200 Bauarbeiter unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen. Insgesamt 45 Hochkräne seien auf der Baustelle im Einsatz, der höchste messe 100 Meter. Die Fraport sei bemüht, so viele Lkw-Fahrten wie möglich einzusparen. Daher werde das Baumaterial von Lastwagen, aber auch per Schiff und Zug angeliefert. Die bauliche Fertigstellung des Terminal-Hauptgebäudes mit den Flugsteigen H und J ist für 2024 geplant. Abhängig vom Kapazitätsbedarf sei eine Inbetriebnahme aktuell frühestens für den Winterflugplan 2024 oder den Sommerflugplan 2025 angepeilt.
Der Bau von Flugsteig G sei bereits so weit fortgeschritten, dass eine Fertigstellung mit einer Kapazität von zunächst jährlich vier bis fünf Millionen Passagieren 2021 möglich sei. Derzeit geht der Flughafenbetreiber wegen Corona davon aus, dass der Flugsteig den Betrieb erst zum Sommerflugplan 2022 aufnehmen werde. Das Terminal 3 werde ab 2024 Kapazitäten für insgesamt 19 Millionen Fluggäste pro Jahr bieten.

Bauarbeiten für Verkehrsanbindung in vollem Gange

Laut Christian Engel ist inzwischen der Keller des Terminal-Hauptgebäudes auf einer Grundfläche von 40 000 Quadratmetern unterhalb der Grundwasserkante rohbaulich fertiggestellt worden. „Hierfür wurden 145 000 Kubikmeter Beton und 20 000 Tonnen Stahl eingesetzt.“ Im vierten Quartal 2020 soll der Rohbau im Keller vollständig abgeschlossen sein, dann würden technische Installationen folgen. Der Rohbau der Flugsteige sei in vollem Gange. Umfangreiche technische Installationen sollen 2021 starten. Beim Flugsteig G würden bereits seit Mitte 2020 mit den Dachaufbauten große technische Installationen umgesetzt. Fassadenarbeiten, wie der Fenstereinbau, würden laufen. In den rohbaulich fertiggestellten Etagen eins und zwei würden zunehmend technische Installationen vorgenommen. Im Keller seien diese bereits weit fortgeschritten. In Bezug auf die Verkehrsanbindung berichtete Engel, dass die Arbeiten am nördlichen Trassenabschnitt der neuen Skyline-Bahn seit Juli 2019 laufen. Im September diesen Jahres sollen die Rohbauarbeiten für die Station am Terminal 3 beginnen. Große Teile des insgesamt zehn Kilometer langen neuen Straßennetzes seien bereits fertiggestellt. Im zweiten Quartal dieses Jahres hätten auch die Arbeiten für das neue Parkhaus begonnen.

Mörfelden-Walldorf: Grüne fordern Baustopp 

Das Terminal 3 wird in der nächsten Stadtverordnetenversammlung in Mörfelden-Walldorf Thema sein. So hat die Fraktion der Grünen einen Antrag gestellt, in dem sie unter anderem fordert: „Das Stadtparlament spricht sich gegen den Weiterbau des Terminals 3 am Frankfurter Flughafen aus und fordert die Fraport AG auf, dieses nicht zukunftsfähige Projekt aufzugeben.“
Auf Nachfrage des Freitags-Anzeiger, ob trotz Corona-Krise für das Terminal 3 weiterhin Bedarf bestehe, betonte Engel, dass die Auswirkungen der Pandemie zwar für die Luftfahrt in ihrem Ausmaß beispiellos seien. Aktuell habe der Frankfurter Flughafen nur etwa 20 Prozent der Passagiere im Vergleich zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr. Doch das Terminal 3 sei eine langfristige Investition, Weltwirtschaft und Flugverkehr würden auf Dauer wieder wachsen. Daher bleibe der Bau des dritten Terminals ein integraler Bestandteil für die Zukunft des Drehkreuzes Frankfurt. 
Befragt nach dem von der Fraport auf Walldorfer Gemarkung beantragten Bodenlager für rund 600 000 Kubikmeter kontaminierten Boden – eine Hinterlassenschaft der Rhein-Main Air Base, die durch den Erdaushub für das Terminal 3 festgestellt wurde – teilte Engel mit, dass bereits rund ein Drittel abtransportiert worden sei. Seit wenigen Wochen werde der kontaminierte Boden nicht nur mit Lastwagen, sondern auch per Zug abgefahren. Daher sei man optimistisch, dass im Laufe der Herbstmonate bereits der Großteil des Aushubs abtransportiert sein werde. Abnehmer seien Annahmestellen in mehreren Bundesländern. Das Bodenlager sei, so Engel, zwar vorsorglich beantragt worden. Beim Flughafenbetreiber ist man jedoch zuversichtlich, dass es – sofern der Abtransport weiter so gut laufe – gar nicht benötigt wird.

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