B486-Pläne nehmen Fahrt auf

Parallel zum Ausbau soll Fahrradspur entstehen

DIE RADEWEGEANBINDUNG entlang der B486 von Mörfelden Richtung Langen wird ausgebaut. Ein Anreiz, angesichts des stetig wachsenden Kfz-Verkehrs, aufs Zweirad umzusatteln. (Foto: Friedrich)

Mörfelden-Walldorf (ula). 54500 Fahrzeuge täglich: Mit dieser Verkehrsprognose bis zum Jahr 2030 auf der B486 im Bereich der Anschlussstelle zur Autobahn 5 hat Hessen Mobil das Kfz-Aufkommen aktuell nach oben korrigiert. Schon Anfang 2000 gab es Pläne, die völlig überlastete zweispurige Bundesstraße von Langen Richtung Mörfelden vierspurig auszubauen.

3,5 Hektar Wald müssten gerodet werden

Das Planungsverfahren, diesen Straßenbereich auf vier Spuren zu erweitern, um der wachsenden Verkehrsflut Herr zu werden, nimmt nun Fahrt auf. An das Bauprojekt gekoppelt ist auch die Fortführung des Rad- und Gehwegs vom Einmündungsbereich der K168 (Prinzessin-Margaret-Allee bei Langen) bis zur Straße „Am Zeltplatz“ bei Mörfelden. Damit wäre, parallel zum vierspurigen Ausbau der Bundesstraße, eine Fahrspur geschaffen, die Fahrrädern, E-Bikes und anderen Raum gibt. „Wir begrüßen das Vorhaben zur Entlastung der Verkehrssituation der B486 zwischen der BAB 5 und Langen“, nimmt der Magistrat nun Stellung zum Planfeststellungsverfahren. Mit einigen Einschränkungen: „Negativ sehen wir die Inanspruchnahme von 3,5 Hektar Waldfläche“, heißt es in dem Schreiben an das Regierungspräsidium Darmstadt (RP). Und: Entlang des neuen Rad- und Gehwegs, der sich als Zweirichtungsweg von der Straße „Am Zeltplatz“ in Mörfelden auf der Südseite dann gen Langen fortsetzen wird, müssten sichere Querungshilfen geschaffen werden.

Hessen Mobil lehnt Kreisel ab

„Sichere Querungen für den Rad- und Fußgängerverkehr sollten im Abstand von einem Kilometer erfolgen“, machte der Magistrat bereits vor Jahren deutlich. Eine dieser Querungen sollte in Höhe des Knotenpunktes „Am Zeltplatz/An der Schnepfenschneise“ liegen. Ideal wäre ein Kreisel in diesem Bereich, sagte Bürgermeister Heinz-Peter Becker, auch, um eine Bremswirkung des Verkehrs zu erzielen. Die Idee aus Mörfelden-Walldorf ist nicht neu, „doch Hessen Mobil lehnt einen Kreiselbau seit Jahren kategorisch ab“, sagte der Rathauschef.

Pläne, das überlastete Straßennetz an dieser Stelle auszubauen, sind jahrzehntealt. Bereits 2006 reichte die Stadt erste Stellungnahmen zum Verfahren ein. Ein weiteres Kriterium, das in den Ausbau des Verkehrsnetzes hineinspielt, ist das Grundwasser, denn die Baumaßnahme tangiert das Wasserschutzgebiet nördlich der B486. Fazit der Stellungnahme des Magistrats an das RP: „Damit sind die Stadtwerke Mörfelden-Walldorf als Wasserversorger ganz wesentlich von dieser Baumaßnahme betroffen.“ Da geplant ist, das Niederschlagswasser von zwei Fahrspuren nördlich der Straße versickern zu lassen, sieht man hier eine Gefahr für das Trinkwasser, zumal das Verkehrsaufkommen steigen wird. 

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