Aufregende Zeitreise

In Walldorf gilt es, die Zukunft der Ferienspiele zu sichern

DIE WASSERRUTSCHE darf nicht fehlen. Wenn die Temperaturen stimmen, geht es den kleinen Hügel am JuZ Walldorf runter.(Fotos: Schwappacher)

Mörfelden-Walldorf. Die erste Woche der Ferienspiele ist fast vorbei, aber noch immer sind die Kinder in der Zukunft gefangen. Neben der Rahmenhandlung um eine missglückte Zeitreise, warten bei dem Betreuungsangebot der Stadtjugendförderung viele Möglichkeit, einmal Neues auszuprobieren. Rund um das Walldorfer Jugendzentrum sind seit Montag 112 Grundschulkinder mit 14 Betreuern unterwegs.

Morgens treffen sie sich in ihren Gruppen, es wird gemeinsam gesungen und anschließend die wechselnden Programmpunkte gewählt. Blumentöpfe können bemalt und Schmuckstücke gebastelt werden. Wer sich austoben möchte, entscheidet sich für Fußball oder ein anderes sportliches Angebot. Am heutigen Donnerstag steht die Nachtwanderung an, danach schlafen die älteren Kinder in der Sporthalle, erklärte Organisatorin Marija Krizan.
Eingebetet sind die Aktivitäten in eine Geschichte um zwei ehemalige Freunde. Tim und Elias waren früher selbst einmal bei den Ferienspielen, wo sich die beiden aber so zerstritten, dass Tim noch immer nicht darüber hinweg ist. Mittlerweile ist aus dem kleinen Jungen der Bundesferienminister Nörgelbach geworden, der Kraft seines Amtes die Ferienspiele abschaffen möchte. Um das zu verhindern, hat Elias eine Zeitmaschine gebaut. Mit ihr soll es die Vergangenheit gehen und der Krach mit Tim verhindert werden. 
Erzählt wurde die Geschichte am Montag im aufwendig dekorierten Jugendzentrum. Nebelmaschine sowie Stroboskop kamen zum Einsatz und sorgten mit den eigens gefertigten Kulissen dafür, dass die Ferienspielkinder sofort mitten in der Geschichte waren. Doch es lief etwas schief und zusammen mit Elias sind sie ins Jahr 3017 katapultiert worden. Nun gilt es, gemeinsam den eigentlichen Plan umzusetzen, damit auch im nächsten Jahr noch Ferienspiele stattfinden können. 
Bei dieser Auflage musste sich Marija Krizan von der Jugendförderung ein fast komplett neues Team zusammenstellen. Denn anders als sonst sind noch keine Semesterferien. Viele der Betreuer aus den Vorjahren konnten daher nicht mitmachen. „Wir haben uns aber schnell eingespielt, und die Zusammenarbeit ist super“, freute sich Krizan über die Neuen unter den Betreuern.
Eine weitere Neuerung ist das große Essenszelt, das am Rande des Spielplatzes steht. Sonst konnte immer in der Kita über dem Jugendzentrum gegessen werden, diesmal hat die Einrichtung aber noch geöffnet und ihre Räume fallen weg.
 Schwieriger wird es nun auch, wenn es einmal Regen gibt. Denn auch dann fehlt die Kita, um drinnen spielen und basteln zu können. „Wir haben aber immer noch die Turnhalle als Regenalternative“, meinte die Organisatorin. Und außerdem werde der Wetterbericht gerade von Tag zu Tag besser. 
Aber auch bei Regen legen sich die Grundschüler ins Zeug, um ihre Aufgaben und Rätsel zu lösen. Schließlich soll Elias den Streit mit Tim verhindern und die Zukunft der Ferienspiele sichern. Denn im nächsten Jahr möchten viele wieder dabei sein und zwei Wochen auf eine Abenteuerreise gehen. (seb)

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