Ärger über zu viele Dauerparker

Umgestaltung des Bahnhofs fast abgeschlossen – Wirtschaft mit Niveau gewünscht

WILLKOMMENE ABKÜHLUNG: Das neue Wasserspiel am Walldorfer Bahnhof wird bereits gut angenommen. (Foto: Schwappacher)

Mörfelden-Walldorf. Die Farmstraße ist für den Verkehr wieder komplett freigegeben, jetzt stehen nur noch einige Restarbeiten rund um den Walldorfer Bahnhof an. Die Einweihung des aufwendig umgestalteten Bahnhofsumfelds feiert die Stadt am 19. Juli zusammen mit dem Abschlussfest des Stadtradelns.

Sorgen macht aktuell die Parkplatzsituation. Wenn alle Arbeiten auf dem rund 5000 Quadratmeter großen Areal abgeschlossen sind, stehen zwar knapp 145 Parkplätze bereit, viele davon scheinen aber dauerhaft belegt zu sein.
„Circa 30 bis 40 Prozent der neu geschaffenen P+R-Parkplätze am Walldorfer Bahnhof werden jetzt schon blockiert von Autofahrern, die zum Flughafen fahren oder sogar über gewerbliche Zubringerdienste den Transfer in Anspruch nehmen“, heißt es in einem Antrag, den SPD und Grüne ins Stadtparlament einbrachten. Nachdem alle Fraktionen ihre Zustimmung gaben, ist der Magistrat nun aufgefordert, mit geeigneten Maßnahmen dafür zu sorgen, dass die Parkplätze nicht länger von Dauerparkern genutzt werden. Die aktuelle Situation sei „untragbar“, wird in dem Antrag kritisiert.
„Wenn die Baustelle komplett abgeräumt ist, kann sich die Situation noch etwas entspannen“, erklärte der zuständige Mitarbeiter im Stadtplanungs- und bauamt, Marko Brendel. Aktuell sind einige Parkplätze noch mit Baumaterial belegt, denn es stehen noch kleinere Pflasterarbeiten an. Poller und Papierkörbe müssen aufgestellt werden, und in dieser Woche bekommt das Nebenhaus des Bahnhofsgebäudes eine neue Außenfassade, berichtete Brendel. Wenn alles fertig ist, wird dort eine Fahrradgarage sichere Abstellplätze bieten.
Schon jetzt laufen die Wasserspiele, und in nächster Zeit soll der gesamte Vorplatz stärker belebt werden. Dafür bietet das Bahnhofscafé Sitzplätze im Freien an, und für die Bahnhofskneipe wird ein neuer Betreiber gesucht, führte Brendel aus. Ende Juni läuft der noch bestehende Pachtvertrag aus, danach soll statt einer einfachen Kneipe eine niveauvollere Bar in die Räume einziehen. „Auch eine Außenbewirtschaftung ist dann natürlich erwünscht“, betonte Brendel.
Bei den Verhandlungen mit der Bahn um einen behindertengerechten Zugang zum Mittelbahnsteig kann Brendel keinen Durchbruch vermelden. Die Verhandlungen verliefen schleppend und noch gebe es keine verbindliche Zusage der Bahn. „Das ärgert uns jeden Tag. Wir kämpfen um ein Einsehen“, betonte der Mitarbeiter des Stadtplanungs- und bauamts.
Für die gesamte Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes wurden rund 3,1 Millionen Euro in Tiefbauarbeiten investiert. Weitere 1,8 Millionen Euro kosten Beleuchtung, Pflanzarbeiten, Kanalanschlüsse und das Versetzen von Fahrleitungsmasten der Bahn sowie der Grunderwerb der Flächen. Etwa die Hälfte der Gesamtsumme übernimmt das Land Hessen. (seb)

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