Vorbeugen, pflegen und helfen

Nur wenige Besucher beim Osterbasar des Tierschutzvereins – Katzen-Aktion geplant

GOTTESANBETERIN Kali fühlt sich auf Anna Wagners Hand wohl. (Foto: Postl)

Kelsterbach. Das Netzwerk des Tierschutzvereins Kelsterbach wird immer größer, so das Fazit der Vorsitzenden Judith Wagner nach dem Osterbasar im Fritz-Treutel-Haus. Nur der Besucherzuspruch hätte etwas besser ausfallen können. Ob es an der fehlenden Modenschau oder am Frühlingswetter lag, wusste sie nicht so recht. „Die Leute erwarten mittlerweile von uns schon ein richtiges Unterhaltungsprogramm“, betonte Wagner.
 

Das Zugpferd des Osterbasars des Tierschutzvereins war bisher immer die Modenschau. „Jetzt gibt es kein entsprechendes Geschäft mehr in Kelsterbach, also gibt es auch keine Modenschau“, bedauert Wagner. Zum Glück traten die Minis der Feuerreiter und die Linedancer der Country Company auf.
Schöne Preise hatten die Kelsterbacher Geschäftsleute für die Tombola gespendet. „Da muss ich den Kelsterbachern wirklich ein Lob ausstellen“, betont Judith Wagner. So gab es rund 150 Preise, darunter ein flotter Mietwagen für ein Wochenende, ein Radiorekorder und ein riesiger Schokohase.
Das Geld aus dem Erlös der Tombola kommt dem Tierschutzverein Kelsterbach zugute. Da ist zum Beispiel die alljährlich wiederkehrende Situation der Mauersegler, deren Jungvögel aus dem Nest fallen. Rund 200 dieser Tiere versorgt der Tierschutzverein Kelsterbach jährlich, damit diese nicht nur überleben, sondern im Herbst auch nicht den Anschluss zum Abflug gen Süden verpassen. „Wenn man bedenkt, dass man rund 50 Euro für jeden Mauersegler rechnen kann, dann sind wir schnell bei 10 000 Euro“, so Judith Wagner.
Aber auch die Pflege und Überwinterung von Igeln, Eichhörnchen und anderen gefundenen Kleintieren kostet Geld. „Neben den Futter- und Pflegekosten sind es vor allem Kosten für den Tierarzt“, betont Wagner.
Nun will sich der Tierschutzverein Kelsterbach vermehrt um die Katzenhalter kümmern und diese dazu bewegen, ihre Tiere kastrieren zu lassen. „Damit könnten wir auch dem Problem der ausgesetzten und dann herumstreunenden Katzen, die wieder bei uns landen, vorbeugen“, betont die Vorsitzende des Tierschutzvereins. Während die Kastration von Katzen in Städten wie Hannover oder Bochum für ihre Besitzer bereits gesetzlich vorgeschrieben ist, will man in Kelsterbach auf die Vernunft setzen.
„Die Aktion, die nach den Sommerferien anlaufen soll, richtet sich insbesondere an Katzenbesitzer, die eine oder mehrere Katzen haben, aber nicht über die finanziellen Mittel verfügen“, erklärt Wagner. Nach dem Sommer will die Stadt entsprechende Info-Schreiben verschicken.
Diesmal waren neben dem Tierschutzverein Kelsterbach auch die Tierhilfe ohne Grenzen, der Verein Kaninchenberatung aus Frankfurt, der Tierschutz für alle Felle aus Oberts‧hausen sowie der Kelsterbacher Verein Meerschweinchen in Not und die Rats Angels , eine Untergruppe des Tierschutzvereins Kelsterbach, mit Ständen vertreten.
Neben Informationen gab es auch Schmuck- und Nahrungsergänzungsmittelangebote für Tiere. Für Aufsehen sorgte Anna Wagner mit ihrem Lieblingstierchen, der Gottesanbeterin Kali, die sie auf ihrer Hand hielt. „Die ist ganz lieb“, meinte die junge Tierschützerin und vertraute Kali sogar anderen Besuchern an.
Mit dabei war auch Elisabeth Ramsauer. Die engagierte Kelsterbacherin setzt sich für die Stiftung „Bärenherz“, ein Kinderhospiz, ein. Sie warb um Unterstützung. „Wenn man das Leid der Kinder sieht, dann muss man einfach helfen“, so ihr Motto. (pos)

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