Viktoria-Tag im Sportpark: Kick gegen die Eintracht-Idole

Alte Herren traten gegen Traditionsmannschaft an

EIN TRAUM erfüllte sich für die kleinen und großen Kicker der Viktoria. Sie trafen beim Viktoria-Tag im Sportpark auf ihre Idole von Eintracht Frankfurt, darunter Manfred Binz, Ervin Skela und Uwe Bindewald. Die Traditionsmannschaft der Adlerträger war zu Gast in Kelsterbach und trat vor knapp 450 Zuschauern gegen die Alten Herren der Viktoria an. (Foto: Scherer)

Kelsterbach (nad). Einmal gegen Fußball-Legenden wie Manfred Binz, Ervin Skela oder Uwe „Zico“ Bindewald spielen? Dieser Wunsch erfüllte sich am Samstag für die Alten Herren der Viktoria.

Die durften beim Viktoria-Tag gegen die Traditionsmannschaft von Eintracht Frankfurt antreten – und erhielten eine kleine Lehrstunde in Sachen Fußball. Immerhin, ihr vor dem munteren Kick gesetztes Ziel erreichten die Kelsterbacher: Sie verloren nicht zweistellig. Das Freundschaftsspiel gegen die einstigen, allerdings ziemlich fitten Profis war der Höhepunkt eines gelungenen Nachmittags im Sportpark. Erstmals hatte der Fußballverein alle Mitglieder, Freunde und solche, die es noch werden wollen, zu einem Viktoria-Tag eingeladen. Rund 100 Helfer hatten im Vorfeld fleißig aufgebaut, Kuchen gebacken, Waffelteig zubereitet und sich am Tag selbst hinter den Grill und die Getränketheke gestellt oder Lose für die mit 650 Preisen bestückte Tombola verkauft und damit zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen.

Verein präsentieren und was für die Jugend tun

Mit dem Viktoria-Tag wolle man den Verein der Öffentlichkeit präsentieren, aber auch etwas für die Jugend machen, berichtete Jugendtrainer Sven Feck. Zuvor hatte es einen Tag der Jugend bei der Viktoria gegeben, diesmal war der Aufhänger das Spiel gegen die Eintracht-Traditionsmannschaft. Für das Spiel hatte sich die Vereins-Soma im Frühjahr beworben und – zur großen Freude vieler Alter Herren – auch den Zuschlag erhalten. Vor dem Spiel hatten sich die Soma-Kicker und die der Eintracht zum Kaffee getroffen und auf die Partie eingestimmt. „Aber der Hauptgrund ist die Jugendförderung“, erklärte Feck die Idee des Aktionstags. Und so gab es für die kleinen Kicker einiges an Unterhaltung auf und abseits des Rasens. Für Spaß mit verschiedenen Spielgeräten sorgten das städtische Spielmobil und ein XXL-Menschenkicker, außerdem konnten beim Fußball-Dart Bälle auf eine große aufblasbare Dartscheibe mit Klettbelag geschossen werden.

Derzeit keine A- und B-Mannschaften für den Spielbetrieb

Viel Betrieb herrschte am Kinderschminkstand, an dem sich die Mädchen und Jungen Einhörner aufmalen oder gleich ganz zum Tiger schminken ließen. Natürlich wurde auch gegen den Ball getreten, und so spielte der Viktoria-Nachwuchs auf dem Kleinfeld einige Partien gegeneinander. Rund 200 Kinder und Jugendliche kicken derzeit bei der Viktoria, gut aufgestellt ist man vor allem bei den Kleinsten, der G- und F-Jugend. Doch schon bei der C-Jugend, den unter 15-Jährigen, werde es schwierig, sagte Feck. Bei der A- und B-Jugend jedoch kriege man aktuell keine Mannschaften zusammen, bedauerte der Trainer. „Hier versuchen wir, die Mannschaften wieder aufzubauen“, berichtete Feck. Dafür steht ein fünf Mitglieder umfassender Jugendrat dem Jugendleiter Frank Börner mit Rat und Tat zur Seite. Ein Erfolg der Nachwuchsarbeit ist das Jugendcamp, das am Montag startet, von vier auf fünf Tage verlängert wurde und mit 60 Kindern ausgebucht ist. „Mehr Kinder wollen wir nicht aufnehmen und auf Masse gehen“, sagte Feck, stattdessen ist die Betreuung intensiver. „Aber der Spaß soll vor allem im Vordergrund stehen.“

Binz, Bindewald, Nachtweih und Skela - Kick gegen die Idole

Der stand dann auch beim Kick gegen die Eintracht im Vordergrund. Groß die Freude auch bei den rund 450 Zuschauern, die viele Helden der Frankfurter Eintracht bejubelten, darunter Norbert Nachtweih, Lothar Sippel, Tuncay Nadaroglu und Torwart Hans Steinle. Viele holten sich Autogramme von ihren Idolen ab, wie auch Rainer Burger. „Von Geburt an“ sei er Eintracht-Fan. „Also seit 65 Jahren“, schmunzelte der mit Eintracht-Trikot ausgestattete Nauheimer. Mit 21 Spielern traten die Alten Herren der Viktoria an. „Denn aufgrund der konditionellen Verfassung werden wir wohl des Öfteren mal wechseln“, lachte Jürgen Salewski, der zusammen mit Michael Fröhlich die Kelsterbacher auf den Kick vorbereitet hatte. „Wir sind froh, wenn wir nicht zweistellig verlieren.“
Zwar schepperte es schon nach acht Minuten erstmals im Tor der Kelsterbacher, Torwart Klaus Scholz hielt aber als bester Mann der Viktoria das einstellige Ergebnis fest. Am Ende mussten sich die Kelsterbacher mit 3:8-Toren geschlagen geben, die Treffer für die Viktoria erzielten Heiko Langelotz, Mirko Mantik und Michael Keller. Doch die Freude über den Kick gegen die Eintracht überwog. „Da sieht man einfach, wie gut die Jungs trotz ihres Alters am Ball sind“, zeigte sich Soma-Chef Jochen Zweschper beeindruckt. Es sei schon toll, gegen die Idole von damals, wie Ervin Skela, zu kicken, freute sich Torschütze Langelotz, der vor dem Tor von Hans Steinle einmal „kurz gezittert“ habe vor Ehrfurcht. Am Abend wurde mit Musik von den „Spitze Bube“ weitergefeiert.

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