Mit vereinter Muskelkraft den Baum gestellt

Ehemalige Giggelsmädche feiern beim Umzug kräftig mit

GUT DRAUF waren beim Kelsterbacher Kerweumzug nicht nur die Borsch, auch die ehemaligen Giggelsmädchen sorgten für Stimmung auf der Straße. Insgesamt vier Tage lang stand das Unterdorf Kopf, und wie immer wurde rund ums Festzelt auf dem Schlossplatz kräftig gefeiert. (Foto: Scherer)

Kelsterbach. Kaiserwetter gab es zur Kerb zwar nicht, doch die herbstlichen Temperaturen und dunklen Wolken über dem Festplatz taten der guten Stimmung keinen Abbruch. Vier Tage lang wurde im Unterdorf kräftig gefeiert. Der Schlossplatz hatte sich in einen Festplatz mit vielen Buden und Fahrgeschäften verwandelt. Gerade als der Kerwebaum aufgestellt wurde, kämpfte sich sogar die Sonne hervor und überstrahlte den Rummelplatz.

Mitreißende Musik, ein abwechslungsreiches Showprogramm und ein kleiner aber sehenswerter Umzug lockten zahlreiche Gäste ins Unterdorf. Bereits der Auftakt am Freitagabend verlief nach Maß. Im gut besetzten Festzelt spielte die Band „Familie Hossa“ groß auf. Laut Robin Schmalz vom städtischen Kulturamt, in dessen Händen die Organisation lag, hätten die Gäste teilweise auf den Bänken gestanden und gefeiert. „Wir als Veranstalter stellen uns den Freitagabend genau so vor“, freute sich Schmalz.
Am Freitagabend gab es außerdem den ersten offiziellen Festzelt-Einmarsch der Kerweborsch, die einen Zuwachs von sieben Mitgliedern verzeichnen konnten. Angeführt von ihrem Präsidenten Tobias Scheel und Giggelsmädche Jennifer Netsch marschierten die 31 Männer unter dem Applaus der Gäste auf die Bühne. Doch allzu lange durfte die Truppe nicht feiern, schon am nächsten Morgen musste diese nämlich, unterstützt von einigen Altkerweborsch, den Baum aus dem Wald holen.
Hatten die Borsch beim Hackfleischessen das Publikum ein wenig warten lassen, trafen sie diesmal überpünktlich auf dem Festplatz mit der rund 22 Meter hohen Fichte ein. Dort wurden der Baum – an dem bereits die selbst gemachte Kerwebobb hing – sowie der Kranz mit weiß-roten Kreppblüten verziert. Anschließend war Muskelkraft gefragt – etwa 3,5 Tonnen wog die Fichte, die in die Halterung bugsiert wurde.
Nur knapp 40 Minuten dauerte die Prozedur, dann stand der Baum unter dem Applaus der Zuschauer. Bürgermeister Manfred Ockel (SPD) eröffnete danach offiziell die Kerb. Weitergefeiert wurde im Festzelt, wo Ockel zusammen mit Festwirt Patrick Hausmann das Bierfass anstach. Nur zwei Schläge brauchte der Rathauschef, dann floss das Bier.
Am Abend sorgten die Kerwerborsch mit ihrem Showprogramm für beste Stimmung im Zelt, außerdem wurden Yvonne Koslik und Rudi Schell zu Ehrenkerweborsch ernannt. Den Kerwetanz untermalte die Band „Alan Best“ mit Stimmungsmusik.
Etwa hundert Gläubige kamen am Sonntagmorgen zum evangelischen Zeltgottesdienst mit den Pfarrern Joachim Bundschuh, Alfred Weinberg und Bernd Giehl. Für die musikalische Untermalung sorgten der Posaunenchor und der Singkreis, bestehend aus Mitgliedern der drei Gemeinden.
Mittags startete dann der Kerweumzug, der mit 21 Motivwagen und Fußgruppen in diesem Jahr etwas kleiner ausfiel. Wegen des unsicheren Wetters hatten im Unterdorf auch weniger Anwohner ihre Höfe geöffnet.
Angeführt vom Musikzug der Herrgottstaler Musikanten zogen die Teilnehmer durch die mit Birkengrün geschmückten Straßen. Dahinter folgten die Fahnenträger der Kerweborsch, vorneweg Präsident Tobias Scheel in Frack und mit Zylinder mit Giggelsmädche Jennifer Netsch. Auch die ehemaligen Giggelsmädchen feierten kräftig mit.
Natürlich präsentierte sich beim Umzug die Kelsterbacher Vereinswelt, darunter die Schützengilde mit einer Fußgruppe, die Fußballer des BSC sowie die Jugendabteilung der Viktoria. Auch die Jugendwehr war dabei wie auch die Jugend des DRK-Ortsvereins Raunheim-Kelsterbach.
Mit einem mobilen Trampolin samt weicher Matte war die TuS-Jugend unterwegs. Die jungen Sportler zeigten auf der Straße spektakuläre Sprünge. Den größten Spaß hatten der Freizeit Sport Club (FSC) und die Perlen von Untermain (PVU), die in einem Kleinlaster unterwegs waren und zu Partymusik feierten. An die Zuschauer wurden Rosen und viele Süßigkeiten verteilt. Ziel des Lindwurms war das Festzelt, wo es mit dem Kerwetanz weiterging. (nad)

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