Tosende Wellen voller Frohsinn

Gala-Sitzung der Feuerreiter mit launigen Büttenreden und spektakulären Showtänzen

EINE FLOTTE SOHLE legte die Große Garde der Feuerreiter aufs Parkett.(Foto: tami)

Kelsterbach (tami). Unter der Narrenkappe brodelte es. Und unter dem Strich war es eine gelungene Sitzung, die der Karnevalsverein Feuerreiter seinem Auditorium am Samstagabend auf dem nahezu ausverkauften Narrenschiff im Fritz-Treutel-Haus offerierte.

Narren segeln unter der Flagge von Fidelitas
An minimalen Schönheitsfehlern, wie dem anfänglich akustisch nicht perfekt zu verstehenden Sitzungspräsidenten Thorsten Schreiner störte sich kein großer Geist. Rasch war der dumpfe Ton verschwunden, und Schreiner lenkte das Narrenschiff als Kapitän durch tosende Wellen voller Heiterkeit, Harmonie und Frohsinn über das Meer voller Begeisterungsstürme in den sicheren Hafen von Gott Jokus.
Auf den Planken des bildhaften Ozeandampfers tummelte sich unter der Flagge von Fidelitas um die Mannschaft auf dem Elferratsdeck ein lustiges, mitunter aber auch nachdenklich stimmendes Völkchen.
Während der stürmischen Fahrt der flotten Crew, zu deren Auftakt Feuerreiter Klaus Preußner einlud, ging das Schiff da und dort vor Anker. Der erste Abschnitt der unterhaltsamen Reise führte zur Revue einer sagenhaften Metamorphose. Vor den Augen der närrischen Gäste verwandelten sich die Larven der Sweet Diamonds aus Oppenheim während eines graziösen Showtanzes in bunte und anmutige Schmetterlinge. 

Tosender Applaus bei der Großen Garde

Überhaupt lebte die mehr als vierstündige Seefahrt zu Inseln der Glückseligkeiten vor allem von den vielen abwechslungsreichen Tanzdarbietungen. So hatten sich mit der Dance Company TKK aus Klein-Krotzenburg 13 weibliche und schwer verliebte Roboter eingefunden. Dabei gab es unter anderem durch Lieder von Helene Fischer was auf die Ohren.
Die Reisenden auf dem Narrenschiff sangen und klatschten begeistert mit. Die erste Forderung nach einer Zugabe aus dem Auditorium wurde nach gut einer Stunde laut.
Mit ihrem Tanz wusste auch die Große Garde der Feuerreiter zu begeistern, akrobatische Tanzdarbietungen bot das speziell von den Frauen im Publikum laut bejubelte Männerballett „Tornados“ aus Heidenrod sowie die Männerballetts „M&M“ und „Die Schlabbedabber 02“. Die Herren verstanden es, ihre Zuschauerinnen aus der Reserve zu locken, und Begehrlichkeiten nach mehr zu wecken, als die flotten Tänzer sich auch mal einiger Kleidungsstücke entledigten.

Feuerreiterin Anna-Lena Hofmann stieg in die Bütt

Die Männer an Bord unterdessen bekamen ihr Fett weg. Das lag nicht zuletzt daran, dass sich „Die Dolle“ Corinna Kuhn aufs Narrenschiffs geschmuggelt hatte. Für sie taugte die Besatzung nur noch als Organspender. Sie zog auch über ihren Alten daheim her, den sie einfach nicht loskriege und meinte: „E Kirschkernkissche dud’s aach. Es wärmt, schnarcht net und macht kein Dreck“.
Auf den Eilanden der Komödianten tummelte sich außerdem Marion Neumann, die – manchmal nicht ganz jugendfrei – schon mal die Gürtellinie tangierte und sich als 66-Jährige mit viel Humor selbst auf die Schippe nahm.
Ein Kelsterbacher Eigengewächs stieg dann mit der 18-jährigen Anna-Lena Hofmann in die Bütt. Hofmann steht seit 15 Jahren im Dienst der Feuerreiter und seit sieben Jahren als talentierte Nachwuchsrednerin auf der Bühne. Sie schilderte mit einem von ihrer Mutter Jutta geschriebenen Vortrag Probleme, die entstehen, wenn Oma ein Handy bekommt.

„Wohl dem Dorfe, wohl der Stadt, wenn sie einen Ockel hat."

Der 14-jährige Moritz Lehrner von der Steckster Garde Stockstadt brillierte als Tanzschüler und strapazierte die Lachmuskeln des Publikums.
Auf größere und kleinere Sorgen machte sich Protokoller Hartmut Blaum einen Reim. Nicht irgendeinen, sondern im Stil geschliffener Verse von Wilhelm Busch über die Lausbuben Max und Moritz. Vom „Kreiseltraum“ im Untermainstädtchen bis zu den Wildgrillern im Südpark hatte Blaum alles im Gepäck.
„Wohl dem Dorfe, wohl der Stadt, wenn sie einen Ockel hat. So heißt unser Bürgermeister, ständig durch die Gegend reist er“, dichtete der Protokoller. „Unterwegs in Wald und Flur, denkt er an Städtchens Zukunft nur. Die Stadt verändert sich, potztausend, bald schon sind wir 18 000.“  Launig dichtete Blaum über die grillbegeisterten Parkgäste: „Kommst du in den Südpark rein, trittst gleich in einen Grill hinein.“ Übrig bleibe oft nur der Müll der Wildgriller, den dann andere schmollend wegräumen müssten. Für musikalische Unterhaltung sorgten Sängerin Danny June Smith sowie die Mainzer Karnevalsband „Handkäs un sei Mussig“. Nach der Sitzung tanzten die Gäste noch ausgiebig zur Musik der Kapelle „Richies Twins“.

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