TC Kelsterbach erweitert Angebot und baut Beach-Tennis-Anlage

Mit Padelschläger über den Sand jagen / Teil der Kosten wird gesponsert

Der Anfang ist gemacht: Francisco Rodriguez (Mainova), Bürgermeister Manfred Ockel und Sportwart Stefan Stieger (von links) heben symbolisch die ersten Stücke Erde für die Beach-Tennisanlage aus. Foto: Koslowsk

Kelsterbach – Strandbar, Beach-Volleyball, Beach-Soccer – die Menschen können nicht genug kriegen vom Urlaubsgefühl am Strand. Warum also nicht die Südseeatmosphäre mit aufgeschütteten Sand in diese Breitengrade holen?

Neuer Trend ist das Beach-Tennis. Dem möchte sich auch der Tennisclub Kelsterbach (TCK) nicht verschließen. Schon jetzt, beim ersten Spatenstich für die neue Tennisanlage mit Standflair, stellte sich mit ein bisschen Fantasie ein entspanntes Gefühl ein. Denn der Tennisplatz aus Sand – und zwar nicht mit dem herkömmlichen Ziegelmehl für die gewöhnlichen Sandplätze – wird zwischen der bereits vorhandenen Anlage und dem Vereinslokal „Auszeit“ entstehen. Die in der Lounge auf der Terrasse speisenden Gäste können also dem Treiben auf dem Beach-Tennisplatz unmittelbar zuschauen. 
Sportwart Stefan Stieger beschreibt das Projekt: Auf einer Fläche von 20 mal 12 Metern wird eine 50 Zentimeter tiefe Grube ausgehoben. Der Untergrund wird verdichtet, die Grube mit 140 Tonnen Sand aufgefüllt. Noch ein Netz spannen, fertig ist der Beach-Tennisplatz. Auf dem übrigens auch Beach-Volleyball und Beach-Soccer gespielt werden könne, so Stieger. TCK-Geschäftsführer Jörg Schmalohr betont, dass die Anlage nicht etwa eine Idee der Vereinsführung gewesen sei, sondern vielmehr von den Mitgliedern vorgeschlagen worden sei. Stieger begründet den Standort mit der schattigen Lage. Denn an dieser Stelle würde ohnehin kein Rasen wachsen. Die Beach-Tennisanlage verschönere zudem das Vereinsgelände. 
Beach-Tennis erfreue sich seit zehn Jahren einer steigenden Popularität. Seinen Ursprung habe der Sport im Mittelmeerraum, besonders in Spanien sei das Tennis auf Sand sehr beliebt. Sportgeräte sind Padelschläger, die kleiner sind als Tennisschläger und eine Schaumstofffläche haben, sowie Tennisbälle mit geringerem Luftdruck, sodass sie etwas langsamer sind. Weil das Spiel durchaus nicht so schnell ist, wie das herkömmliche Tennis, eigene sich der Sport insbesondere auch für ältere Menschen, so Stieger.
Mit der Gastronomie im Hintergrund wolle der Verein mit dem Beach-Tennisplatz auch neue Mitglieder gewinnen. Die Anlage stehe Vereinsmitgliedern kostenfrei zur Verfügung, könne aber auch von Nichtmitgliedern gebucht werden. Weiter sollen eine Beach-Tennisgruppe und eine Beach-Soccergruppe für Kinder gegründet werden. Auch wenn Stieger mit den Vertretern der Sponsoren, Bürgermeister Manfred Ockel (SPD) für die Stadt und Francisco Rodriguez, dem Leiter des Kommunalmanagements des Energieversorgers Mainova, mit den Spaten symbolisch die ersten Stücke Erde aushob, wird der Baubeginn erst in ein bis zwei Wochen sein. Zur Eröffnung der Tennissaison in sechs Wochen soll die Beach-Tennisanlage bereits fertig sein. 
Bürgermeister Ockel, der sich als Kenner der verschiedenen Schaufelarten zeigte, bewies zudem Kenntnisse über die Trendsportart: So eine Mischung aus Badminton, Squash und Tennis sei Beach-Tennis. Die Stadt Kelsterbach unterstützt den Bau der Beach-Tennisanlage mit 3000 Euro. Mainova steuert 5000 Euro dazu. Für den Verein verbleiben noch 7000 Euro.
Rodriguez, betonte, dass sich das Unternehmen hessenweit sozial engagiere, seine Wurzeln aber in der Region habe. Es konzentriere sich bei seiner Unterstützung auf die Jugendarbeit und die Vereinsförderung. Für den Verein sei das Beach-Tennisfeld eine Attraktivierung des Vereinslebens. VON RÜDIGER KOSLOWSKI

 

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