Tauben für 10 000 Euro entwendet: Züchter in Kelsterbach rüstet auf

Drahtzieher aus Osteuropa vermutet

Züchter Robert Hardt reicht‘s: Mehrfach wurden ihm Tauben gestohlen. Jetzt rüstet er seine Zuchtanlage nach. Foto: Erlenbach

Kelsterbach – Wenn Robert Hardt vom dreisten Diebstahl einiger seiner Brieftauben erzählt, steigt noch immer die Wut in ihm auf. Die Wut über gewissenlose Täter, die nachts vom Main her kommend auf sein Grundstück geklettert sind, die wertvollen Tauben vermutlich in einen Sack gepackt haben und damit geflohen sind. Der Schaden: rund 10 000 Euro.

„Tauben sind das Rennpferd des kleinen Mannes“, sagt Hardt zum Wert solcher Tiere. Seit Jahrzehnten züchtet er Tauben, früher nahm er auch erfolgreich an Wettbewerben teil, bei denen seine Tauben an einer bestimmten Stelle ausgesetzt wurden und dann den Weg nach Hause finden mussten. An Wettbewerben beteiligt er sich inzwischen nicht mehr, doch züchtet er die Tiere weiterhin und gibt sie an andere Brieftaubenfreunde ab. Gute Zuchttauben haben einen Wert von bis zu 5 000 Euro, weiß Hardt.
Doch was können Diebe mit Tauben anfangen? Hardt glaubt, dass die Täter gezielt vorgehen; die Drahtzieher vermutet er in Osteuropa. Durch die Vernetzung der Brieftaubenzüchter im Internet könne heute jeder sehen, wer erfolgreich Brieftauben züchte und regelmäßig Preise erringe. Sogar die Adressen der Züchter seien dort oft schnell zu ermitteln. Für die Täter also ein leichtes Spiel: Sie verkaufen entweder die gestohlenen Tauben weiter oder setzen die von den Eigentümern begonnene Zucht einfach fort und verkaufen dann die Jungtiere.
Offenbar haben die Diebe auch von Hardts Zuchterfolgen im Internet erfahren. Schon mehrmals in den vergangenen Jahren sei bei ihm eingebrochen und Tauben gestohlen worden. Doch damit soll jetzt Schluss sein. Hardt rüstet auf, und zwar gewaltig. Inzwischen hat er an seinem Taubenschlag bereits mehrere stabile Riegel anbringen lassen. Zudem steht ein massives Gitter bereit, um das schon vorhandene des Taubenschlags zusätzlich zu verstärken. „Da kommt keiner mehr rein“, ist sich Hardt sicher. Der Zaun zu seinem weitläufigen Grundstück soll ebenfalls so verändert werden, dass er nicht mehr so einfach zu überwinden ist. Und darüber hinaus wird er auf dem Areal auch mehrere Überwachungskameras installieren lassen.
„Das Gehege wurde brutal aufgebrochen“, beschreibt Hardt das Vorgehen beim jüngsten Taubendiebstahl. Die Diebe hätten sogar zwei Jungtauben mitgenommen, die noch regelmäßig per Hand gefüttert werden müssen. Die werden den Diebstahl wohl nicht überleben, befürchtet Hardt. Insgesamt wurden ihm zwölf Tauben gestohlen; eine der beiden Volieren haben die Diebe komplett leer geräumt.
Früher hatte der 79-Jährige teilweise bis zu 80 Brieftauben. Heute sind es noch sechs Zuchtpaare. Bereits im Alter von zehn Jahren habe er mit der Zucht begonnen, erzählt er. Von den Diebstählen will er sich den Spaß an seinem Hobby nicht verleiden lassen. Den Taubendieben aber will er es in Zukunft so schwer wie möglich machen. Von Hans Dieter Erlenbach

 

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