Sternsinger besuchen über 70 Familien in Kelsterbach

Den Segen mit Abstand überbracht

Singen auf der Straße: Aufgrund der Pandemie durften die Sternsinger die Häuser der Familien nicht betreten, auch das von Raffaele Imbrognio (rechts) nicht. Foto: Postl

Kelsterbach – Gottes Segen bringen und Spenden für Kinder sammeln: Das taten in den vergangenen Tagen die Sternsinger der katholischen Pfarrgemeinde Herz-Jesu. Das Motto der bundesweiten Sternsingeraktion lautete „Gesund werden – gesund bleiben“. Thema ist die Gesundheitsversorgung und das Einfordern dieses Kinderrechts für alle Mädchen und Jungen weltweit, etwa am Beispiel der Länder Ägypten, Ghana und der Südsudan. 

Nach dem Aussendungsgottesdienst in der St. Markuskirche schwärmten die Mädchen und Jungen, aufgeteilt in fünf Gruppen in das Stadtgebiet aus. Jedoch stand die Aktion in diesem Jahr wieder unter dem Einfluss der Corona-Pandemie. So galten – auch mit Blick auf die Omikron-Variante – strenge Hygieneregeln und die Sternsinger waren mit Abstand und Mund-Nase-Schutz unterwegs. Auch warb die Gemeinde erstmals mit einem Sternsinger-Stand auf dem Kelsterbacher Wochenmarkt am Rathaus für die gute Sache. Eine Gruppe besuchte unter anderem das Haus der Familie Imbrognio und klingelte an der Tür – wie immer. Die Hausherrin Raffaele Imbrognio kam ganz erfreut aus der Haustüre und sagte: „Das Tor ist doch offen, kommt herein.“ Doch die Gruppe der Sternsinger blieb draußen auf dem Gehweg und erklärte: „Wir dürfen wegen Corona nicht in die Hausbereiche und den Segen müssen Sie sich leider auch selbst an die Haustür kleben.“ Auch die Übergabe der Spende war ungewöhnlich: „Wenn es geht, stellt die Spendendose auf einen Pfosten, damit die Leute ihre Spende selbst hineinstecken können“, hatte Martina Ravnikar den Mädchen und Jungen beim Aussendegottesdienst in der St. Markuskirche aufgetragen. Meist fand die Spendenübergabe dann doch am „ausgestreckten Arm“ statt, so auch bei Raffaele Imbrognio.
„Aber ein Lied könnt ihr doch singen“, fragte die Kelsterbacherin – und dann erklang das Segenslied der Sternsinger von der Straße zum Haus der Familie Imbrognio. „Wir wollen nur der Überbringer des Segens sein und auf keinen Fall möglicherweise eine Corona-Erkrankung in irgendein Haus tragen“, betonte Martina Ravnikar, die sich für die Ablaufpläne der Sternsinger verantwortlich zeichnete. Aber auch die Sternsinger selbst sollten so geschützt werden.
Bevor die rund 20 Sternsinger zu den Menschen an die Häuser gingen, wies Gemeindereferentin Hanna Erdmann alle noch einmal auf ihre Bedeutung der Aktion hin. „Vor zwei Wochen haben wir Weihnachten und damit die Geburt Jesu gefeiert, jetzt folgen wir der schönen Tradition und bringen im Auftrag der Heiligen Drei Könige den Segen zu den Menschen“, so Erdmann. Die Spenden, die dabei gesammelt werden, kommen anstatt dem Jesuskind, nun symbolisch den besonders notleidenden Kindern in aller Welt zugute. Um die Sternsinger „stark“ für die ihnen zugedachte Aufgabe zu machen, ging Erdmann auf den Psalm 91 ein: „Du bist für mich Zuflucht und Burg, mein Gott, dem ich vertraue.“ 
„Wir stellen uns Bilder vor, indem Gott uns einen Engel schickt, der stark ist, der leuchtet und der uns behütet“, erklärte die Gemeindereferentin. Als Symbol erhielt jeder Sternsinger einen kleinen Reflektor-Engel, der sie nun stets begleiten und behüten soll. Die beteiligten Jungen und Mädchen selbst nahmen die ihnen angedachte Aufgabe verantwortungsvoll wahr – wenngleich sie auch einen kleinen Nutzen darin sahen. „Ich bin das erste Mal dabei und freue mich darauf – auch auf die Süßigkeiten, die man ja behalten darf“, sagte Konrad Unger. Andere waren bereits zum vierten Mal als Sternsinger unterwegs und freuten sich immer wieder, in die Gewänder der Heiligen Drei Könige zu schlüpfen und eine Krone tragen zu dürfen. 
Auch zu den süßen Geschenken für die Sternsinger gab es strenge Vorgaben. „Ich weiß, gerade ältere Menschen halten auch schon mal eine Schüssel mit Plätzchen hin – das ist diesmal total tabu“, mahnte Martina Ravnikar. Nur verpackte Geschenke, also auch Süßes, durften angenommen werden. Am Ende erbrachten die Sternsinger-Besuche rund 3400 Euro, davon stammen etwa 900 Euro vom Kindergarten St. Markus, der ebenfalls gesammelt hat. Von Leo F. Postl

 

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