Sport- und Wellnessbad nach Revision wieder geöffnet

Weniger Gäste über den Sommer – Personalengpass behoben

EINEN BLICK in die Bio-Sanau warfen die Mitglieder des Bauausschuss zusammen mit Betriebsleiter Harold Dorssers. (Foto: Scherer)

Kelsterbach (nad). Drei Wochen lang wurde geputzt, geschraubt und gehämmert, nun erstrahlt das Sport- und Wellnessbad in neuem Glanz und ist seit einer Woche auch wieder für die Besucher geöffnet.

Bis zu zwölf Stunden täglich wurde bei der alljährlichen Revision und Grundreinigung gearbeitet, berichtete Betriebsleiter Harold Dorssers. „Aber es hat sich gelohnt.“ Davon überzeugte sich der Bauausschuss bei einer Begehung. Fast zehn Jahre hat die Einrichtung mittlerweile auf dem Buckel, im Februar 2010 wurde Eröffnung gefeiert. Man stricke schon am Programm für die Feier im kommenden Jahr, kündigte Thomas Eichhorn an. Der Projektleiter der Betreibergesellschaft GMF begleitet das Kelsterbacher Bad seit der Eröffnung. In dieser Zeit ist die Zahl der von GMF betreuten Bäder von 14 auf 23 gestiegen, fünf betreibt die Gesellschaft mittlerweile in Österreich.

Schwierige Personalsuche

Größte Herausforderung für die Betreiber sei es, geeignetes Personal zu finden, berichtete Eichhorn. Nicht nur in boomenden Regionen mit geringer Arbeitslosigkeit sei das ein „Riesenthema“, sondern auch in vermeintlich schwächeren Regionen, wie in Ostdeutschland. „Früher hatten wir pro Stelle 30 bis 40 Bewerber, heute sind wir froh, wenn wir für eine Stelle einen Bewerber finden.“ In Kelsterbach hat sich die Situation mittlerweile etwas entspannt, nur vier Stellen seien unbesetzt. „Das war schon schlimmer“, so Eichhorn. Vor allem durch Mundpropaganda habe man Personal anwerben können. Auch bei den Betriebsleitern hatte man in Kelsterbach mit einer „leider extrem hohen Fluktuation“ zu kämpfen, bedauerte Eichhorn. Mit Harold Dorssers habe man nun hoffentlich einen Leiter gefunden, der länger bleibt. Dorssers, der unter anderem in der Therme in Bad Nauheim gearbeitet hat, ist seit dem 1. August Betriebsleiter in Kelsterbach. Im Sport- und Wellnessbad arbeiten mittlerweile keine städtischen Mitarbeiter mehr, alle aktuell 46 Beschäftigten sind bei der GMF angestellt. Um Mitarbeiter zu halten, wird ihnen vor Ort die Möglichkeit gegeben, sich vom Rettungsschwimmer zum Fachangestellten bis hin zum Meister für Bäderbetriebe zu qualifizieren. 

Besucherzahlen verglichen mit Vorjahreszeitraum leicht rückläufig

Die Besucherzahlen waren, verglichen mit dem Vorjahr, in diesem Sommer rückläufig. So zählte die Einrichtung von Januar bis August rund 119 000 Besucher, 2018 waren es im gleichen Zeitraum 125 000 Gäste gewesen. Grund dafür war laut Eichhorn der vergleichsweise instabile Sommer mit weniger durchgehend warmen Tagen. Die Besucherzahlen im Winter seien dagegen etwas stärker gewesen. „Wir sind optimistisch, dass wir das aufholen, auch weil die Sauna wieder zugelegt hat.“ 
Beim Rundgang durch Bad und Saunabereich informierte Dorssers über die Arbeiten, die von kleineren Malerarbeiten über den Austausch von Fliesen bis hin zur Grundreinigung der Becken und der gesamten Einrichtung reichte. Rund 60 verschiedene Gewerke mussten für den reibungslosen Ablauf koordiniert werden, erklärte der Betriebsleiter. Neben der Akustikwand in der Schwimmhalle wurden unter anderem die Saunabänke geschliffen, der Hubboden des Schwimmerbeckens gewartet und Türen neu gestrichen. Im Herzstück des Bads, der Wasseraufbereitungstechnik, wurden die Elektrolyseanlage und das Druckluftschlauchsystem instandgesetzt. Neue Spezialitäten wird es künftig aus der Küche des Schwimmbads geben. Eine Mischung aus mediterranen, deutschen und orientalischen Speisen bietet Küchenchef Pedro Sanchez an. Auch die Mitglieder des Bauausschusses konnten sich im Anschluss an die Begehung bei einer Kostprobe von den Spezialitäten überzeugen.
Im Saunabereich wollen die Betreiber neue Aufgüsse anbieten und so für Abwechslung sorgen. Größter finanzieller „Brocken“ war die Neuanschaffung des Schaltschranks für die Wasseraufbereitung, da dieser nach zehn Jahren veraltet war und einige Ersatzteile nicht mehr am Markt erhältlich waren. Die Kosten von 120 000 Euro trägt die Stadt.

Generalunternehmer auch für die Karl-Treutel-Schule?

Die Gesamtkosten für die Revisionsarbeiten konnte Einhorn nicht beziffern, da die meisten Arbeiten noch in die Gewährleistung des Generalunternehmers Züblin fallen. Nach zehn Jahren läuft dieser Vertrag nun Ende Januar 2020 aus. Mit den einzelnen Firmen werde man dann selbst neue Verträge aushandeln, sagte Eichhorn. Bürgermeister Manfred Ockel (SPD) regte an, die Erfahrungen aus dem Sport- und Wellnessbad mit einem Generalunternehmer für den geplanten Neubau der Karl-Treutel-Schule zu nutzen. Mit der Entwurfsplanung für die Grundschule werden sich die Gremien in den nächsten Monaten beschäftigen. Hier sei zu überlegen, ob die Einsetzung eines Generalunternehmers samt Gewährleistung sinnvoll sei, um bei dem Großprojekt Kosten zu sparen, sagte der Bürgermeister.

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