Sport- und Wellnessbad Kelsterbach: Schwimmen und Saunieren mit Abstand

Verantwortliche sind mit den Besucherzahlen und der Einhaltung der Hygienemaßnahmen zufrieden

Abstand halten: GMF Betriebsleiter Harold Dorssers erläutert das Hygienekonzept für Besucher. (Foto: Schüler)

Kelsterbach (msh). Erst geschlossen, dann für wenige Gäste geöffnet: Die Corona-Pandemie hat den Betrieb des Sport- und Wellnessbads tüchtig durcheinandergewirbelt. Rund eine halbe Million Euro weniger wird das Bad in dieser Saison in die Kasse spülen. Die Öffnungszeiten sollen nun ausgedehnt werden.

"Es war klar, dass die Besucherzahlen in diesem Jahr reduziert sein werden"

Neue Öffnungszeiten und die Wiedereinführung des Früh- und Abendschwimmtarifs kündigte die Betreibergesellschaft des Kelsterbacher Sport- und Wellnessbad GMF am Dienstag an. Zufrieden zeigten sich die Verantwortlichen mit den Besucherzahlen und der Einhaltung der Hygienemaßnahmen angesichts der Beschränkungen der Corona-Pandemie.
„Wir sind jetzt seit zwei Monaten wieder im Betrieb und es war klar, dass die Besucherzahlen in diesem Jahr reduziert sein werden. Zum einen durch die Schließzeit von Mitte März bis Ende Juni, zum anderen auch durch die Reduzierung der Besucherzahlen aufgrund des Hygienekonzepts“, erklärt GMF Betriebsleiter Harold Dorssers.
135 Besucher dürfen bei Regen gleichzeitig in die Badeanstalt, 400 bei Freibadbetrieb, weitere 50 in die Sauna – kein Vergleich zu den Spitzentagen des Vorjahres, als bis zu 2000 Besuchern in die Freizeiteinrichtung strömten. Dass die Menschen derzeit vorsichtiger sind, auch das fiel Dorssers auf. „Wir hatten in jeder Badezeit noch Karten an der Tageskasse“, so seine Bilanz, „nur als es Anfang August sehr heiß war, waren alle Tickets schon durch das Online-Ticketing vergriffen.“
Dabei betont der Betriebsleiter, dass bei etwa 80 Prozent an stark frequentierten Tagen niemand weggeschickt werden musste, und an der Tageskasse noch Tickets zu haben waren. „Vielleicht haben einige unserer Gäste es auch so verstanden, dass es nur Tickets über das Online-System gibt und kamen daher nicht, weil sie sich mit dem System nicht auskennen. Daher ist es, uns wichtig zu betonen, dass man gerne an der Kasse Tickets holen kann. Sollte es ausverkauft sein, weisen wir in den sozialen Netzwerken und mit einem Schild am Eingang darauf hin“, so Dorssers.

Etwa eine halbe Millione Euro Umsatzeinbuße

Keine Probleme gab es mit der Einhaltung der Corona-Hygieneregeln, deren Akzeptanz auch Thomas Eichhorn, zuständiger Projektleiter der GMF für Kelsterbach, als sehr hoch ansieht. „Wir weisen darauf hin und die Leute halten automatisch Abstand. Im Becken, aber auch außerhalb“, erklärt Eichhorn.
An guten Tagen werde im Schwimmbad auch das Dach geöffnet, damit die Luft besser zirkulieren kann. Die Hygieneabstände zwischen den Spinden werde bereits am Einlass gewährleistet, an jedem Becken steht auch die maximal zugelassene Besucheranzahl. „Wir könnten es mit dem Satz ‚zwei Drittel mehr Platz zum gleichen Preis’ bewerben“, scherzt Eichhorn angesichts der Beschränkungen, die dem Schwimmbad eine Umsatzeinbuße von etwa einer halben Million Euro und eine halbierte Besucheranzahl im Vergleich zu Vorjahr beschert habe.
„Im August liegen wir bisher nur zehn Prozent unter dem Vorjahr. 8600 waren es 2019, 7800 Besucher sind es bisher. Wir haben in der Schließzeit auch Einsparungen durch Kurzarbeit gehabt, Energiekosten eingespart und die jährliche Revision in diese Zeit verlegt. Sonst hätten wir jetzt im September mal geschlossen gehabt, das ist nun nicht mehr notwendig.“
Eichhorn hofft, dass im Herbst wieder mehr Bade- und Saunagäste kommen. Zum einen durch das zusätzliche Angebot der Früh- und Abendbadezeit, zum anderen sei im Herbst und Winter auch die typische Zeit zum Saunieren. Für Bürgermeister Manfred Ockel sind die zusätzlichen Defizite kein Problem. Da die Stadt Kelsterbach einen Überschuss im Haushalt habe, werde auch kein Nachtragshaushalt notwendig.

Chip-System überwacht Dauer des Besuchs

Den ganzen Tag über geöffnet hat das Sport- und Wellnessbad ab dem 1. September. Die bisher übliche Schließzeit zwischen den beiden Badezeiten soll wegfallen. „Es laufen ständig Mitarbeiter herum, die desinfizieren, zudem haben wir wieder ein Chip-System, um die Dauer des Besuches zu kontrollieren“, so Eichhorn weiter.
Dabei werde niemand mit der Stoppuhr die Badezeit überwachen, jedoch werde auch sichergestellt, dass diese eingehalten wird. „Ähnlich wie im Parkhaus sind auf der Uhr immer mal ein paar Minuten mehr drauf.“ Aber wer meine, wie bisher 50 Cent oder einen Euro Aufpreis zu bezahlen, wenn er die Badezeit lange überziehe, der irrt. „Das ist nicht möglich“, erläutert Eichhorn. „Wer die Zeit lange überschreitet, muss zehn Euro Strafe zahlen. Sonst riskieren wir, dass wir schnell 270 statt 135 Gäste im Schwimmbad haben. Und wenn etwas passiert, dann werden wir bestraft, es geht also bei der Strafzahlung nicht um zusätzliche Einnahmen, sondern um die Abschreckung und die Motivation die Regeln einzuhalten.“
» Geöffnet ist das Kelsterbacher Sport- und Wellnessbad unter der Woche von 7 bis 21.30 Uhr, wobei am Montag, Mittwoch und Freitag die Badezeit zwischen 7 und 14 Uhr einem möglichen Schulschwimmen vorbehalten sein soll. Am Samstag und Sonntag, sowie an Feiertagen hat das Schwimmbad von 10 bis 21.30 Uhr geöffnet. Die Sauna ist jeden Tag zwischen 10 und 21.30 Uhr geöffnet. 
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