Spiel, Spaß und Umwelterziehung in Kelsterbach

Ferienspielkinder werden zu Handwerkern / Sofa aus Europaletten

Sofa statt Sperrmüll: Mit schwarzem Lack übermalen Manuel, Markus Egger, Angela Hergt und Alisa (von links) die Europalette. (Foto: Koslowski)

 

Kelsterbach (rko). Der Akku-Schrauber bockt. „Die Schrauben gehen ein bisschen schwer in das Holz“, Laura Rolle muss Kraft aufwenden. Auch Pavlos gelingt es, den Metallwinkel mit dem elektrischen Werkzeug auf der Euro-Palette zu fixieren. Vier Schrauben fehlen noch, dann ist die eine Palette fest mit einer weiteren verschraubt. Schon jetzt ist zu erkennen, was der Junge, die Betreuerin und andere Kinder mit handwerklichem Geschick produzieren: Sofas aus Euro-Paletten. 

Die Jugendförderung startet mit den Herbstferienspielen voll durch. Am ersten Ferientag steht erst einmal der Naturtag an: Vogelhäuser bauen und Meisenknödel herstellen. Am Dienstag geht es an das Eingemachte. Und das ist so ganz nach dem Geschmack von Pavlos. Der Junge betätigt sich gerne handwerklich und bastelt auch zuhause allerlei Sachen. „Man braucht schon ein bisschen handwerkliches Geschick, muss mit Werkzeugen umgehen können“, sagt er. Ihm macht es Spaß, Holzpaletten in Sofas zu verwandeln. Seine Familie sei nicht in den Urlaub gefahren. Deshalb habe er sich für die Ferienspiele angemeldet, erklärt er und schnappt sich wieder den Akku-Schrauber, um die nächste Schraube im Holz zu versenken. Die Holzpaletten werden abgeschliffen und dann mit Farbe angemalt, erläutert Rolle. Zum Schluss werden sie mit Polstergarnituren für Gartenmöbel belegt, sodass sich die Kinder richtig gemütlich auf den Sofas fläzen können. Drei Sofas sollen es am Ende sein. „Die haben sich die Kinder aus dem Jugendzentrum gewünscht“, berichtet Markus Egger, einer der Leiter der Jugendförderung. Die Kinder hätten neue Sitzmöbel haben wollen. 

Zahl der Teilnehmer wegen Corona eingeschränkt

Acht Mädchen und Jungen im Alter von elf und zwölf Jahren dürfen pro Tag während der beiden Herbstferienwochen an den Ferienspielen teilnehmen. Normalerweise werden zehn bis 15 Kinder zugelassen. Die Anzahl sei von der Aktion abhängig, so Egger. Unter Coronabedingungen und dem Gebot von Hygiene- und Abstandsregeln müsse die Zahl aber eingeschränkt werden. Masken tragen, Hände waschen und Abstand halten sei aber kein Problem für die Kinder. Die Maske müsse ohnehin nur freiwillig getragen werden, einige Kinder würden sie aufziehen. Das Fenster werde zudem regelmäßig für einen längeren Zeitraum geöffnet. Die Herbstferien hätten für die Jugendpflege ohne Corona ein völlig anderes Gesicht gehabt. Für den Kinder- und Jugendbeirat habe in der ersten Woche eine Fahrt zum Kinder- und Jugendferiendorf Ober-Seemen angestanden.

Upcycling als weiterer Aspekt

Für die zweite Woche seien täglich Aktionen und eine Übernachtung geplant gewesen. Stattdessen gibt es nun Angebote im Juz und in der Mehrzweckhalle Nord. Zwischendrin wird auch mal pausiert. „Zum Durchatmen“, sagt Egger schmunzelnd. Die ersten Tage stehen im Zeichen des Handwerks. Nach den Sofas basteln die Kinder Drachen, die sie anschließend in den Himmel steigen lassen dürfen. Die Kinder würden gerne bauen und basteln, sagt Egger. Und sie würden bei den Aufgaben hinzulernen. Das Geschick, die Fingerfertigkeit, sei ganz unterschiedlich ausgeprägt, stellt der Pädagoge fest: „Man sieht schon, ob die Kinder zuhause mit Werkzeug umgehen.“ Beim Bau der Sofas komme zudem der Aspekt des Upcycling hinzu – das Wieder- und Aufwerten, wenn aus alten Paletten ein anderer Gebrauchsgegenstand hergestellt wird.
In der kommenden Woche stehen die Kreativität und die Bewegung im Vordergrund. Im „Escape-Room“ müssen die Teilnehmer versteckten Hinweisen folgen und knifflige Rätsel lösen. „Wir wollen die Fantasie anregen“, meint Egger. Bei einem Parcours müssen sie dagegen ein Zirkeltraining an einfachen Sportgeräten mit der eigenen Körperkraft bewältigen. 
Zum großen Abschluss werden am Freitag, 16. Oktober, zwei Filme, einer ab sechs, einer für Kinder ab zwölf Jahren, gezeigt. Auch hier macht sich die Pandemie noch einmal bemerkbar. Die Teilnehmerzahl in der Mehrzweckhalle Nord ist auf 25 Kinder begrenzt.

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