Sommerfest der Kinderkultur rund um die Kelsterbacher Bibliothek

Zwischen Riesenseifenblasen und Musikmobil

Beim Sommerfest der Kinderkultur rund um die Kelsterbacher Bibliothek ist mächtig was los gewesen: Kinderschminken, Papphäuser bemalen, Ballonkunst und mehr sorgten bei Mädchen und Jungen für jede Menge Spaß. Erstmals war das gelbe Musikmobil Frankfurt dabei, in dem sie Instrumente ausprobieren konnten. Verzückt zeigten sie sich zudem von Katharina Kleins Seifenblasen.    Foto: Scherer
    

Kelsterbach – Zaghafte Saxophonklänge hier, riesige, von Kindern gejagte Seifenblasen dort und überall der süße Geruch von frisch gebackenen Waffeln in der Luft: Die Zutaten versprachen ein gelungenes Sommerfest der Kinderkultur. Rund um die Stadt- und Schulbibliothek hatten zahlreiche Kooperationspartner am vergangenen Freitagnachmittag groß aufgefahren: Neben der Bibliothek selbst, die ihre entleihbaren Spieleboxen für das Sommerfest ausgepackt hatte und außerdem Kinderhände mit Glitzertattoos verschönerte, war auch die städtische Jugendförderung mit dabei, unter anderem mit einer Buttonmaschine

Direkt daneben servierte die Caritas Süßes aus der Slusheis-Maschine, nur einen Schritt weiter versorgte der Verein Kelsterkult die Besucher mit Geflügel-Hot-Dogs. Zur Krönung gab es selbst gemachte Waffeln, die reichlich Absatz fanden. Verschnaufen konnten die Besucher – vor allem die Eltern – an Tischen und Bänken auf der Fläche vor dem Eingang der Bibliothek. Und am Ende spielte trotz dunkler Wolken am Himmel auch das Wetter mit und es blieb trocken.
Ein Blickfang war diesmal das imposante gelbe Musikmobil Frankfurt – ein rund 18 Meter langer Lkw, der allerlei Instrumente zum Ausprobieren anbot. Egal ob Blockflöte, Violine, E-Piano, Cello oder Akkordeon: Hier durfte, wer wollte, sich ausprobieren – entsprechend hoch war der Geräuschpegel. Wie Marc Fischer, Leiter der Kelsterbacher Musikschule berichtete, mache der Auflieger nicht nur optisch etwas her, dort könnten die Kinder auch eine große Bandbreite an Instrumenten testen. „Und es läuft richtig gut, es machen viele Kinder mit“, sagte Fischer. Damit ein wenig Spannung reinkommt, hatte die Musikschule zu einer Rallye aufgerufen, bei der Fragen zu den Instrumenten beantwortet werden mussten. Weil das Musikmobil so gut ankam, würde die Einrichtung den gelben Lkw im kommenden Jahr gerne wieder leihen. „Vielleicht auch ein paar Tage länger, dann könnte man mit Grundschulklassen das Mobil besuchen“, sagte Marc Fischer.
In der Bibliothek selbst bildeten sich am Schminkstand von Ute Lang aus Stockstadt lange Schlangen und wer am Ende vom Schminkstuhl stieg, dem war ein buntes Blumen- oder Tiermuster aufs Gesicht gezaubert worden. Auch die programmierbaren Bee-Bots – schwarz-gelbe Bienenroboter – wurden fleißig ausprobiert. Viel zu tun hatte im Freien Ballonkünstlerin Rita Wiebe, die im Akkord Ballontierchen, Blumen oder Schwerter baute. Für fröhliche Gesichter sorgte Seifenblasenkünstlerin Katharina Klein.
Dass sich alle auf das Sommerfest der Kinderkultur gefreut hatten, habe man in der Bibliothek schon in den Tagen davor gemerkt. „Da war es sehr ruhig, auch an der Ausleihtheke. Alle wollten heute zum Sommerfest kommen“, sagte Bibliotheksleiterin Meike Betzold. Das taten sie dann auch. „Ich schätze, am Ende waren es rund 400 Besucher.“
Seit gut drei Jahren bündeln Bibliothek, Musikschule und Jugendförderung ihre Kräfte, um sich mit dem Sommerfest zu präsentieren und vor allem den Besuchern eine unbeschwerte Zeit zu bieten. Die Bibliothek mit ihren großen Räumen und dem Garten am Eingang biete die passende Infrastruktur, sagte Betzold. Alle spielerischen Angebote sind frei. Wichtig ist den Veranstaltern, dass mit Blick auf die stark gestiegenen Kosten überall beim Sommerfest die Preise für Essen und Getränke günstig sind. „Wir schauen, dass ein Kind hier mit vier Euro durchkommt“, sagte die Bibliotheksleiterin – und dass das Kind dann von allem etwas probiert hat. Finanziell unterstützt wurde das Sommerfest von der Sparkassen-Stiftung.                nad

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