Sicherheitsdienst für den Südpark
Verbotsschilder und Kontrollen gegen „Wild-Griller“ – Bürger arbeiten Konzept aus

SO SAUBER ist der Südpark bei schönem Wetter leider selten. Auf den großen Wiesen, vom Kelsterbacher Kommunalbetrieb gepflegt, wird dann trotz Verbots gegrillt, zurück bleiben große Mengen Müll. (Foto: Kriewitz)

Kelsterbach. „Einen Ort zur Erholung und eine Spielwiese“ habe man mit dem Südpark schaffen wollen, sagte Bürgermeister Manfred Ockel. „Heute weist der Park einige Defizite auf“, räumte der Rathauschef ein. 

So ist unter anderem die Ausstattung in die Jahre gekommen, aber auch bei der Infrastruktur besteht Handlungsbedarf. Aktueller Brennpunkt: Trotz Verbots gibt es vermehrt „wildes Grillen“, bei dem oft Unmengen von Müll zurückgelassen werden (wir berichteten).
Über die Zukunft des Südparks wurde am Dienstagabend bei einer Informationsveranstaltung in der Mensa der Integrierten Ganztagsschule (IGS) diskutiert, bei der rund 70 Bürger vorbeischauten. 
Einst als Kiesgrube genutzt, wurde das elf Hektar große Gebiet ab 1976 in einen Park mit Teichanlagen, Grünflächen und Freizeitangeboten umgebaut. Heute bietet das kleine Naherholungsgebiet neben den Grünflächen auch Sport- und Spielanlagen sowie einen Wasserspielplatz und Grillplätze. 
„Nach Schätzungen kommen zum Teil etwa 1000 bis 1500 Menschen an Wochenenden und Feiertagen in den Südpark“, berichtete Ockel. Dadurch sei ein großes Parkplatzproblem entstanden. Trotz Kontrollen kommt es immer wieder vor, dass an den stark frequentierten Tagen Pkw die angrenzenden Wohngebiete blockieren oder sogar auf den Äckern und Wiesen rund um den Südpark abgestellt werden. Eine Anwohnerin aus der Gottfried-Keller-Straße sprach hier von „unmöglichen Bedingungen“. Neben dem Parkplatzmangel gebe es auch eine enorme Lärmbelästigung. 
Bürgermeister Ockel erklärte, dass in diesen Fällen Ahndungen durch das Ordnungsamt rechtlich nicht vollzogen werden könnten, weil lediglich eine Benutzungsordnung für den Südpark aus dem Jahr 1991 gültig sei. Mit dieser können keine öffentlichen Bußgelder verhängt, sondern nur Platzverweise ausgesprochen werden. 
Mehrere Bürger forderten, dass man das Grillen abseits der mietbaren Grillplätze komplett unterbinden sollte. Den Vorschlag der Stadt, spezielle Wiesen als Grillflächen auszuweisen, lehnten sie ab. „Weil es in anderen Regionen verboten ist, kommen doch die ganzen Leute erst hierher“, argumentierte ein Bürger. 
Ockel versprach als kurzfristige Maßnahme gegen das unerlaubte Grillen, Verbotsschilder an den Parkeingängen aufzustellen. Außerdem soll ab Juni ein Sicherheitsdienst eingesetzt werden, um das Verbot durchzusetzen. 
Sorge bereitete dem für die Pflege des Geländes zuständigen Parkwart, dass trotz Badeverbots immer wieder Kinder in den Teichen baden würden. Dies sei für die Kinder nicht ungefährlich, auch wegen der schlechten Wasserqualität. Mehrfach von Rednern bemängelt wurden auch die teils veralteten Spielgeräte im Park. Hierzu stellte Ockel in Aussicht, dass die Nutzer bei der Auswahl von Neuanschaffungen mitbestimmen könnten. 
Ein weiteres Thema waren freilaufenden Hunde. So wurde eine eigene Hundewiese gefordert, deren Umsetzung jedoch schwierig ist. Von dem Vorschlag, eine Wiese im Südpark für Hunde freizugeben, nahm Ockel Abstand. Stattdessen will man sich um eine Alternative bemühen. 
Um die Probleme anzugehen, sollen nun Arbeitsgemeinschaften (AG) zur Entwicklung einer Neukonzeption für den Südpark gebildet werden. Rund zwanzig Freiwillige erklärten sich am Infoabend zur Mitarbeit bereit. Unter anderem soll es AGs zu den Themen Spielen, Freizeit, Infrastruktur, Nutzungs- und Spielregeln sowie Grünstruktur geben. 
Weiter hat die Stadt einen Antrag für das Städtebauförderprogramm „Zukunft Stadtgrün in Hessen“ gestellt, von dem man sich mit dem Projekt „Klima-Insel Kelsterbach Staudenweiher und Südpark“ Fördergelder für die Umsetzung der Neukonzeption erhofft. 
Nach der Sommerpause soll es eine weitere Infoveranstaltung mit Zwischenstandsberichten der Arbeitsgemeinschaften und des Sicherheitsdienstes geben.
Noch im Winter soll die Neukonzeption abgeschlossen sein, sodass schon im nächsten Jahr mit der Umsetzung begonnen werden kann. „Für diesen Moment erhoffen wir uns erst einmal, dass sich das Grill-Verbot und die Kontrollen schnell über die sozialen Medien rumsprechen werden“, so Ockel. „Womöglich wird sich das Parkplatzproblem dadurch schon lösen.“ (mki)

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