Pflegedienst aus Kelsterbach bietet Coronatests an

Bewohner im Altenwohnheim können sich kostenlos testen lassen / Ergebnis liegt nach 15 Minuten vor

Sieht schlimmer aus, als es ist: Bewohner Peter Kowalczuk bekommt von Pflegedienstmitarbeiterin Samira Eckard ein Teststäbchen in die Nase eingeführt. (Foto: Erlenbach)

Kelsterbach (erl). „Das wird jetzt ein wenig unangenehm“, sagt Tobias Erdmann von „Mein Pflegedienst Kelsterbach“. Denn das lange Teststäbchen, mit dem sich Bewohnerinnen und Bewohner des Altenwohnheims Moselstraße ab sofort kostenlos testen lassen können, muss über die Nase bis in den Rachen geschoben werden, damit der Coronatest auch ein verwertbares Ergebnis bringt.

Für die von seinem Pflegedienst betreuten Menschen bekommt Erdmann von den Krankenkassen eine bestimmte Anzahl an Tests bezahlt. Da sich aber nicht alle Senioren, die von seinen rund 15 Angestellten betreut werden, auch regelmäßig testen lassen wollen, hat er Tests übrig. Die sollen den Menschen im Seniorenheim Moselstraße, in dem der Pflegedienst mehrere Menschen betreut, kostenlos zugutekommen.
Am Donnerstag vergangener Woche wurde das kleine Testcenter, das im Gemeinschaftsraum des Seniorenheims untergebracht ist, im Beisein von Bürgermeister Manfred Ockel (SPD) eröffnet. Schon 15 Minuten vor dem offiziellen Beginn hatten sich einige Interessenten eingefunden. Samira Eckardt nimmt die Tests vor. Dazu muss sie Schutzkleidung anziehen und setzt sich über ihre FFP-2-Maske auch noch einen Plastikschutz auf. Derweil füllen die Testinteressenten ein Formular aus und warten, bis sie an die Reihe kommen. Nach der Testprozedur können sie im Gemeinschaftsraum mit entsprechendem Abstand warten, bis nach 15 Minuten das Ergebnis vorliegt.

Bewohner hätten sich Testmöglichkeit schon früher gewünscht

„Das hätte schon vor einem Jahr passieren sollen“, sagt eine Bewohnerin, die zu den Ersten bei den Tests gehört. Sie meint damit die Möglichkeit, sich kostenlos auf Corona testen zu lassen. Viele ältere Menschen hätten gar nicht das Geld, um regelmäßig 39 Euro oder mehr auszugeben.
„Das war gar nicht so schlimm“, sagt sie, als das Stäbchen nach ein paar Sekunden wieder aus der Nase gezogen wird. Sie will sich nun regelmäßig testen lassen. Auch Peter Kowalczuk hat sich eingereiht, um sich Vergewissheit zu verschaffen. Auch er findet das alles nicht so schlimm und lobt die Möglichkeit, sich nun kostenlos testen zu lassen.
Dass diese ab März bundesweit für alle gelten soll, habe auf die Testmöglichkeit im Seniorenheim keine Auswirkungen, betont Erdmann. Er halte sein kostenloses Angebot weiterhin aufrecht: vorerst jeden Donnerstag, jeweils 10 bis 12 Uhr, bei Bedarf auch öfter. Sein Personal sei für Tests geschult. Die Mitarbeiter seines Unternehmens würden nämlich täglich vor Dienstbeginn getestet, berichtet er.
Bürgermeister Ockel erzählte den Anwesenden, er lasse sich wegen seiner vielen Kontakte, die sein Amt mit sich bringe, im Schnitt alle zwei Wochen testen. Gleichzeitig forderte er, das Impftempo zu erhöhen. Auf die Frage eines Altenheimbewohners, ob er denn auch schon geimpft sei, antwortet der Bürgermeister: „Ich bin noch lange nicht an der Reihe.“ Er rechne damit, dass er sich erst in ein paar Monaten impfen lassen könne.
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