Mehr Kontrollen und Personal

Stadt will der wachsenden Zahl von parkenden Lieferwagen Einhalt gebieten

RICHTIG ENG wird es in der Feldstraße an der Ecke zur Schwanheimer Straße, wo häufig auf beiden Seiten Lieferfahrzeuge parken. (Foto: Erlenbach)

Kelsterbach (tami). Vielen Bürgern ist die wachsende Zahl parkender Lieferwagen im Stadtgebiet ein Dorn im Auge.
Abends, nachts und speziell an Wochenenden stehen sie auf Parkplätzen, die für Pkw gedacht sind und blockieren diese oder parken auf Gehwegen, sodass für Fußgänger kein Durchkommen mehr ist. Die Stadt will deshalb künftig stärker kontrollieren, sucht aber auch das Gespräch mit den Unternehmen der Fahrer. Eine nachhaltige Lösung wird dringend gesucht.

Kaufverhalten verändert Lieferbedingungen

Dass es Probleme mit der großen Zahl parkender Sprinter im Stadtgebiet gibt, bestätigt Jochen Schaab von der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit. Diese seien jedoch nicht neu, sondern seit jeher der zentralen Lage Kelsterbachs zum Flughafen Frankfurt und den vielen Logistik- und Gewerbeunternehmen geschuldet.
Ein weiterer Grund für das Problem seien im Gegensatz zu einst völlig veränderte Lieferbedingungen heutzutage und ein verändertes Käuferverhalten. Es werde nicht mehr so viel vor Ort gekauft wie früher – sprich vieles online bestellt – und das verstärke die Entwicklung, sagte Schaab. Probleme mit parkenden Lieferwagen gibt es nach Auskunft von Schaab speziell auf den Parkplätzen am Südpark, am Sportpark sowie im Kreuzungsbereich Feldstraße/Schwanheimer Straße. Schaab: „Außer diesen Arealen gibt es noch weitere neuralgische Punkte im Stadtgebiet.“ 

Stadt kann keine extragroßen Parkflächen ausweisen

Hilfspolizisten seien stets mit Kontrollen beschäftigt. Ihre Truppe werde demnächst verstärkt, damit die neuralgischen Punkte nicht nur tagsüber, sondern auch abends, nachts und an Wochenenden kontrolliert werden könnten.

 

Die Stadtverwaltung ist zudem in Kooperation mit der Polizei in ständigem Kontakt mit den Unternehmen samt ihrer Subunternehmer. Laut Schaab lasse sich das Problem in der Stadt vorerst jedoch nur durch verstärkte Kontrollen und eine Personalaufstockung mindern, beziehungsweise in den Griff zu bekommen, aber auch durch ständigen Druck und entsprechende Gespräche. 
„Der Platz in der Stadt ist endlich. Sie kann keine riesigen Parkflächen für Lieferwagen ausweisen.“ Deshalb sei wichtig, weiterhin mit den Logistikunternehmen und ihren Subunternehmern in Kontakt zu bleiben. Viele der Fahrer kommen aus dem europäischen Ausland, sind in der Regel selbstständig und leben teils sogar in ihren Lieferwagen. „Sie haben kein festes Domizil“ – und irgendwo müssten sie schließlich jenseits ihrer Arbeitszeiten bleiben, so Schaab. So komme es, dass viele in ihren Fahrzeugen schlafen und wohnen würden. Das wiederum bedeute, dass sie sich nach Feierabend Plätze in der Nähe von Geschäften suchten, in denen sie sich mit Lebensmitteln und Getränken versorgen können. Darüber hinaus benötigen die Fahrer auch Toiletten, Dusch- und Waschmöglichkeiten.

Fahrer lassen ihren Müll liegen

Auch auf dem Mönchhofgelände gibt es ähnliche Probleme mit parkenden Sprintern und bis vor Kurzem auch mit Lastwagen, deren Fahrer auf den Pkw-Parkplätzen ihre gesetzlich verordneten Ruhepausen eingelegt hatten. Mit dem Aufstellen von Betonblöcken auf den Stellplätzen am Straßenrand konnten zumindest die parkenden Lkw aus dem Gerwerbegebiet verbannt werden.
Bürgermeister Manfred Ockel (SPD) kündigt an, dass in Absprache mit Raunheim ab dem 2. Mai für das Mönchhofgelände ein auf vier Stunden begrenztes Parken für die öffentlichen Stellplätze eingeführt wird. Dieses werde dann in Doppelstreifen kontrolliert – von jeweils einem privaten Dienstleister und einem Mitarbeiter des Ordnungsamts.
Ein weiteres Problem – nämlich der Müll, den viele Fahrer hinterlassen – sei damit jedoch nicht gelöst. Liege der Müll auf privatem Grundstück, sei die Beseitigung Sache des Eigentümers, auf öffentlichem Gelände Sache der Kommune.

Unternehmen sollen für Parkplätze sorgen

Sie gehen zulasten der Steuerzahler, ebenso wie die angekündigten Kontrollen. „Es geht nicht darum, Geld zu Verdienen, sondern das Campieren und den Müll zu verhindern.“ Einfach würden die Kontrollen wegen häufiger Sprachbarrieren mit den Fahrern nicht. Auch hoffe man auf Einsicht bei den Fahrern, sonst müsse die Polizei gerufen werden.
Der Bürgermeister betonte, man lege Wert darauf, dass wer ein Transportgewerbe anmelde, auch einen Stellplatz für sein Fahrzeug nachweisen müsse. „Wir sind daran interessiert, dass Transportunternehmen Parkplätze für die Fahrer vorhalten“, sagte Ockel. Es könne nicht sein, dass Betriebe Fahrern nicht gestatten, auf dem Firmengelände zu parken. Leider sei trotz ständiger Kontakte zu den Unternehmen noch keine nachhaltige Lösung in Sicht.

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