Mainhöhe Kelsterbach: Digitales Kochbuch und Fahrradkurse

Mobilität und Nachhaltigkeit sind Teil des Förderprogramms Sozialer Zusammenhalt

Die neue Treppe vom Wohngebiet Mainhöhe zum Radweg und Mainvorland ist ein Projekt, das 2020 im Zuge der Quartiersaufwertung realisiert worden ist. (Foto: Grünheid)

Kelsterbach (ud). Bei ihrer Sommertour durch ihren Wahlkreis hat die SPD-Landtagsabgeordnete Kerstin Geis auch in Kelsterbach Station gemacht. Dort informierte sie sich über den Klimaschutz in Corona-Zeiten.

Bürgermeister Manfred Ockel (SPD) betonte, die Themen Mainhöhe und Klimainsel seien trotz Corona nicht aus den Augen verloren worden. Er wies darauf hin, dass die Untermainstadt ein sehr trockener Standort sei. Den Bäumen fehle in den zurückliegenden Jahren die Lebensgrundlage, die vergangenen Dürrejahre hätten fatale Folgen für den Wald und die Grünflächen. Um den Stand der Bemühungen für eine klimaneutrale Entwicklung der Stadt zu dokumentieren, hatte der Bürgermeister zwei Fachleute der NH-ProjektStadt eingeladen – die Projektleiter Nicolas Traut und Daniel Weber, die im Hessensaal des Fritz-Treutel-Hauses ein „best of“ ihrer Arbeit in Kelsterbach vorlegten.
Dabei ging Traut auf das Förderprogramm Sozialer Zusammenhalt in dem Quartier entlang der Rüsselsheimer Straße ein. Um das Image dieses Quartiers mit rund 1200 Bewohnern aufzuwerten, sei es von „Niederhölle“ in „Mainhöhe“ umbenannt worden. Begleitet wurde diese Aufwertung von der Umgestaltung der Mainterrassen. Die zuvor baufälligen Zugänge zum Main wurden neu gestaltet. Dies sei unter dem Aspekt wichtig gewesen, dass die Bewohner des Quartiers 2020 aufgrund mangelnder Reisetätigkeit in Verbindung mit Kurzarbeit und zunehmender Arbeitslosigkeit weitgehend auf ihren Wohnraum begrenzt blieben. Mit den neuen Zugängen zum Main, verbunden mit qualitativ hochwertigen Aufenthaltszonen entlang des Radweges, erhielten sie nun die Möglichkeit, die nahe Umgebung in Corona-Zeiten besser nutzen zu können.

Mobilität, Ernährung und Produktlebensdauer

Weiter ging Traut auf das bundesweite Programm SuPraStadt ein, das als Forschungsprojekt auf nachhaltiges ökologisches Handeln abzielt. Dabei stehen drei Handlungsfelder im Mittelpunkt: Mobilität, Ernährung und Produktlebensdauer. Unter dem Aspekt Mobilität werden Fahrradwerkstätten, -ausflüge und -kurse für Mädchen und Frauen ab 16 Jahren angeboten. Zu der Werkstatt fanden sich rund 50 Teilnehmer ein, mehr als 30 waren es bei den von Fahrradbeauftragtem Roland Rücker geführten Ausflügen, und zu dem Fahrradkurs, der an der Karl-Krolopper-Schule angeboten wird, haben sich elf Frauen angemeldet – am Ende machten dann sechs mit (siehe Bericht auf Seite 9).
Bei der Ernährung geht es darum, ein digitales Kochbuch mit Rezepten der Bewohner des Quartiers anzulegen, die dann auch im Internet auf Instagram von „schmaggofatzi“, einer Instagrammerin aus Frankfurt, nachgekocht werden. Das Ganze steht unter dem Motto „Die Mainhöhe kocht zusammen“. Ein Repair-Café gibt es unter dem Stichwort „Produktlebensdauer“, dazu einen Club für Kinder, die lernen können, wie kaputte Dinge wieder nutzbar gemacht werden können. 

Lieber Anreize schaffen statt Verbot von Schottergärten

Auf das Projekt „Klimainsel Kelsterbach“, das seit 2020 läuft, ging Daniel Weber ein. Dabei geht es unter den Stichwörtern „grün und nachhaltig“ um die Artenvielfalt, etwa mit der Anpflanzung von 1000 neuen Bäumen in Kelsterbach. Unter „aktiv und attraktiv“ etwa fällt ein Spielplatzprogramm, und unter „gesund und gerecht geht es um die Verbesserung der Lebensumstände. Dazu gehören Barrierefreiheit, aber auch die Umgestaltung des 25 Hektar großen Südparks für rund vier Millionen Euro. Wichtiger Bestandteil der Klimainsel sei das Anreizprogramm für die Begrünung auf Privatgrundstücken, bei der neben Dach- und Fassadenbegrünung sowie der Entsiegelung von Flächen auch kleinere Projekte gefördert werden, erläuterte Weber. Ockel verwies in diesem Zusammenhang auf die Integrierte Ganztagsschule (IGS). Dort sei das marode Vordach am Eingang abgerissen worden. Das werde demnächst ersetzt und auch begrünt.
Kerstin Geis fand es beachtlich, was trotz Corona alles geleistet wurde und fragte unter dem Aspekt Begrünung, ob Schottergärten nicht verboten werden sollten. Ockel dagegen hält die Schaffung von Anreizen sinnvoll und sagte, dass man derzeit über eine Wildblumenaktion im kommenden Jahr nachdenke. 
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