Mainhöhe: Altbauten in Kelsterbach werden abgerissen

„Beitrag zur positiven Quartiersentwicklung“ / Finaler Bebauungsplan verabschiedet

Nur noch die Fassade ist von den Altbauten in der Rüsselsheimer Straße zu sehen. Die aus den 50er Jahren stammenden Wohnhäuser werden abgerissen, bis Ende 2022 sollen hier 237 neue Wohnungen entstehen. (Foto: Scherer)

Kelsterbach (nad). Nun geht alles ganz schnell: Von den sieben Altbauten in der Rüsselsheimer Straße stehen teils nur noch die Fassaden, andere Häuser sind bereits komplett dem Erdboden gleichgemacht.

Der Abriss der aus den 50er Jahren stammenden Häuser mit 86 Wohnungen ist in vollem Gange. An ihre Stelle will die Nassauische Heimstätte/Wohnstadt (NHW) 237 neue bezahlbare, teils geförderte Mietwohnungen sowie eine sechsgruppige Kindertagesstätte für insgesamt 137 Kinder bauen. Vor drei Jahren hatten die politischen Gremien mehrheitlich den Bebauungsplan für das insgesamt rund 70 Millionen Euro teure Großprojekt der NHW beschlossen. Direkt danach begann die Unternehmensgruppe sukzessive mit der Entmietung der alten, nicht mehr sanierbaren Wohnhäuser. Am Montagabend verabschiedete das Stadtparlament in seiner Sitzung bei einer Enthaltung von Ayhan Isikli (fraktionslos) den endgültigen Bebauungsplan für das Teilgebiet im Quartier. Wie Bürgermeister Manfred Ockel (SPD) berichtete, habe es keine Stellungnahmen und inhaltliche Bedenken gegen die geänderte Planung gegeben. Dafür wurden redaktionelle Änderungen zum Artenschutz aufgenommen – unter anderem eine insektenschonende Beleuchtung. 

Alle Mieter in neuen Wohnungen untergebracht

Wie die NHW in einer Pressemitteilung erklärte, konnten alle bisherigen Mieter in Zusammenarbeit mit der Stadt Kelsterbach und dem Ausländerbeirat in neue Wohnungen umziehen. Der Großteil der Mieter wurde direkt im Quartier „Auf der Mainhöhe“ oder in Kelsterbach in NH-Wohnungen untergebracht. Neun Parteien sind in den Modulbau mit Sozialwohnungen gezogen, den die Stadt in der Waldstraße errichten ließ. Einige Bewohner hätten das Angebot angenommen, Wohnungen in umliegenden Kommunen zu beziehen, darunter Bischofsheim, Hattersheim oder Rüsselsheim, so die NHW weiter. Die Unternehmensgruppe betonte, dass auf individuelle Bedürfnisse der Mieter Rücksicht genommen worden sei. So habe man bei Mietern mit schulpflichtigen Kindern darauf geachtet, dass die Kinder wegen des Umzugs nicht die Schule wechseln mussten.
Nach Fertigstellung der neuen Wohnhäuser hätten alle Mieter die Möglichkeit, sich für eine der neuen Wohnungen zu bewerben. „Insgesamt verliefen die Gespräche mit den Mietern sehr vertrauensvoll und lösungsorientiert“, sagte Constantin Westphal, NHW-Geschäftsführer für Akquisition, Projektentwicklung und Immobilienmanagement. Zwar bedauerten die Mieter, dass sie ihre alte Wohnung und die vertraute Umgebung verlassen müssten. Viele seien jedoch erleichtert gewesen, dass die NHW-Servicemitarbeiter sie bei der Wohnungssuche unterstützt hätten, so Westphal weiter. So habe es zahlreiche individuelle Beratungstermine direkt im Quartier und eine Mieterveranstaltung im Januar 2019 mit Bürgermeister Ockel gegeben. Zudem habe die NHW in vielen Fällen Umzugshilfe geleistet.

237 Wohnungen, ein Drittel davon gefördert

Das Grundstück, auf dem das Neubauprojekt realisiert wird, hat eine Gesamtgröße von rund 15 850 Quadratmetern. Die 86 Bestandswohnungen mit einer Gesamtwohnfläche von knapp 4400 Quadratmetern werden durch 237 Wohnungen mit einer Gesamtfläche von etwa 19 100 Quadratmetern ersetzt. „Wir werden an dieser Stelle die Zahl der Wohnungen verdreifachen und die Wohnfläche sogar mehr als vervierfachen“, sagte die für den Neubau zuständige Geschäftsführerin Monika Fontaine-Kretschmer. Laut NHW werden die Wohnungen barrierefrei sein, über Aufzüge und ein hohes Maß an Energieeffizienz verfügen. Weiter sind Spielplätze für Kleinkinder sowie freundlich gestaltete Innenhöfe und Grünflächen geplant.
Insgesamt sollen die Grünflächen im Quartier Mainhöhe umgestaltet und ausgebaut werden. Die Parkplätze sollen vor allem auf einem neuen Parkdeck im Quartier sowie in der neuen Tiefgarage der Wohnhäuser mit 253 Stellplätzen zentriert werden. Darüber hinaus sind rund um die neuen Wohnhäuser 22 Außenstellplätze und 725 Fahrradstellplätze geplant. Ein Drittel der neuen Wohnungen wird im Rahmen des geförderten Wohnungsbaus realisiert. Die öffentlich geförderten Wohnungen sollen für etwa 6,90 Euro pro Quadratmeter vermietet werden, die frei finanzierten beginnen bei einem Quadratmeterpreis von rund 10,50 Euro. Angeboten wird eine Mischung aus Zwei- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen. Bürgermeister Ockel betonte, dass die Neubaupläne enorm wichtig seien für die Stadt. „Damit leistet die Nassauische Heimstätte wieder einmal einen wertvollen Beitrag zur positiven Quartiersentwicklung und städtebaulichen Aufwertung des Areals am Mainufer.“
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