Lernen mit Kopf, Herz und Hand

IGS-Schüler präsentieren ihre Ergebnisse der Themenwoche den Eltern und Mitschülern

Mit Steinen mahlten Fabienne (links) und Iren Getreide, so wie es ihre Vorfahren einst taten. (Foto: Scherer)

Kelsterbach. Wie lebten die Menschen im Mittelalter? Wer war Martin Luther King? Und warum ist Rauchen so gefährlich für den Körper? Die Schüler der Integrierten Ganztagsschule (IGS) hatten sich eine Woche lang mit verschiedenen Themen beschäftigt. Die Ergebnisse wurden am Samstag den Eltern und Mitschülern präsentiert.

Die Themenwoche ist bei den IGS-Schülern sehr beliebt, denn statt Unterricht nach Plan können sie sich fünf Tage lang intensiv mit einem Thema beschäftigen, eigenständig recherchieren und die Ergebnisse einem Publikum präsentieren. „Das ist Lernen mit Kopf, Herz und Hand“, erklärte Stufenleiterin Ilona Rübsamen. Im normalen Unterricht gebe es zwar auch viele interessante Themen, diese müssten aber in 90 Minuten abgehandelt werden.
Während der Themenwoche können sich die Schüler der Materie aus unterschiedlichen Perspektiven annähern und dabei auch ihren Eltern zeigen, was sie gelernt haben. Für die IGS sei der Präsentationstag ein willkommener Anlass, den Eltern die Schule vorzustellen, so Rübsamen. Ein Angebot, das auch rege genutzt wurde.
„Ich finde es toll, dass die Kinder hier die Zeit haben, sich intensiv mit einem Thema zu beschäftigen“, sagte Annelie Eichhorn-Pezzi, die sich von ihrer Tochter Chantal herumführen ließ. Auch die Mischung gefiel der Mutter gut, ebenso dass aktuelle Phänomene wie Mediensucht angesprochen wurden. „Wir waren schon im letzten Jahr hier, da bekommt man einen guten Einblick, was die Kinder in den kommenden Jahren machen werden.“
Zurück in die Steinzeit hatten sich die Mädchen und Jungen der 5. Klassen versetzt und sich mit dem Leben ihrer Vorfahren und der Tierwelt auseinandergesetzt. Im Jahrgang 6 drehte sich alles um Fitness und Gesundheit. Hier lernten die Kinder, wie wichtig Sport und eine gesunde Ernährung sind und welchen Schaden das Rauchen anrichtet. „Wir haben auch einen Erste-Hilfe-Kurs gemacht“, erzählte die zwölfjährige Youssra.
Besonders aufschlussreich fanden sie und ihre Freundin Ailina das Thema Mediensucht, bei dem sich die Schülerinnen mit den Gefahren von Facebook und WhatsApp auseinandergesetzt hatten. „Wir benutzen ja auch WhatsApp, sind aber sehr vorsichtig damit“, betonte Ailina.
Bei ihrer Präsentation zeigten die Schüler verschiedene Sportübungen und klärten die Besucher darüber auf, wie viel Zucker in bestimmten Lebensmitteln steckt – und dass ein einfacher Dipp mit Gurke die gesündere Alternative zum Nutellabrot ist.
Linoldrucke, Töpferwaren und eine große Holzburg stellten die Schüler der 7. Klassen, die sich mit dem Mittelalter beschäftigt hatten, aus. Auf den Fluren ließen dann Gaukler Teller auf Stöcken rotieren; im Stufensaal zeigten die Schüler mittelalterliche Tänze, ein Theaterstück über die Hexenverfolgung und akrobatische Einlagen.
Von ihrer Abschlussfahrt nach Berlin berichteten die 10. Klassen.
Die „Generalprobe“ für ihre Projektprüfung vor Publikum samt Manöverkritik durch die Lehrkräfte absolvierten die Schüler der 9. Klassen. Die mündliche Projektprüfung ist Bestandteil der hessenweit zentralen Hauptschulab‧schlussprüfungen, die am Montag und Dienstag stattfanden. Per Powerpoint präsentierten die Schüler verschiedenen Themen, darunter Cybermobbing, die Entwicklung der Opelwerke oder Wissenswertes über japanische Zeichentrickfilme. Die 8. Klassen bereiteten sich mit dem Thema „Amerika“ auf die Projektprüfungen im nächsten Schuljahr vor.
Sehenswürdigkeiten aus Frankfurt und Kelsterbach zeigte die Intensivklasse, in der derzeit 16 Schüler aus verschiedenen Nationen Deutsch lernen. Unter der Leitung von Jürgen Kraemer hatten sich die Schüler im Alter zwischen zehn und 16 Jahren mit den beiden Städten und deren Geschichte beschäftigt.
Da die Intensivklasse voll belegt ist, jedoch weiter Bedarf besteht, habe man beim staatlichen Schulamt um eine weitere Lehrkraft gebeten, erzählte Ilona Rübsamen. Bisher laufe die Betreuung gut, drei Schüler aus der Intensivklasse seien seit vier Monaten in Deutschland und würden bereits die Hauptschulabschlussprüfungen ablegen, so die Stufenleiterin. (nad)

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