Kunstrasenplatz im Sportpark Kelsterbach eröffnet

Hohe Nachfrage nach Trainingszeiten

Das Band durchtrennten bei der Eröffnung des Kunstrasenplatzes im Sportpark Bürgermeister Manfred Ockel (Mitte), zur Freude unter anderem der Vorsitzenden Rüdiger Pfennig (BSC, Vierter von links) und Lukas Laun (Viktoria, Achter von links). Auch Staatssekretär Patrick Burghardt (Siebter von links) schaute zur Einweihung vorbei. Foto: Post

Kelsterbach – Exakt 107,2 Meter lang und 70 Meter breit ist er, der neue Kunstrasenplatz im Sportpark Kelsterbach. Mit einer Netto-Spielfläche von 100,2 mal 67 Metern liegen die Maße gar noch über den Mindestvorgaben des Deutschen Fußballbundes (DFB) für solche Plätze. Saftig-grün sieht er aus, wie ein frisch gemähter Naturrasen. Das Allwetter-Spielfeld wurde am Samstagvormittag offiziell von Bürgermeister Manfred Ockel sowie zahleichen Vertretern der Kelsterbacher Kommunalpolitik an die Sportvereine übergeben. Das Blitzturnier mit jeweils zwei Mannschaften von ursprünglich drei Vereinen – Viktoria, BSC Kelsterbach und FC Türk Kelsterbach – reduzierte sich wohl aufgrund der Urlaubszeit plötzlich zu einer einzigen Begegnung der E-Jugendmannschaften des BSC und der Viktoria.

„Wir sind sehr froh, dass wir nach zehnmonatiger Bauzeit nun diesen weiteren Kunstrasenplatz in unserem Sportpark einweihen und den Vereinen übergeben können“, sagte Bürgermeister Ockel. Zur Eröffnung im Sportpark waren zahlreiche Gäste erschienen, allen voran Staatssekretär Patrick Burghardt aus dem Hessischen Ministerium für Digitale Strategien und Entwicklung. Burghardt hatte im Dezember den Förderbescheid aus der Hessenkasse der Landesregierung über 750 000 Euro als Basis zur Finanzierung des rund 1,3 Millionen Euro teuren Projekts überbracht.
Mit dabei waren auch Erster Stadtrat Kurt Linnert, Stadtverordnetenvorsteher Frank Wiegand sowie zahlreiche Vertreter von Vereinen und Parteien. Auch Martin Schaper von der bauausführenden Firma Götte Landschaftsbau war zur Eröffnung gekommen. Ihm dankte Ockel für die stetige Präsenz bei der Bauausführung und Einhaltung des Zeitplanes. Ein weiterer Dank ging an Bettina Weise von der Stadtplanung Kelsterbach sowie Thomas Stockhausen als Leiter des Teams Sportpark. Lob gab es von Bürgermeister Ockel aber auch für Olaf Kaspar-López vom Kulturamt, der die Organisation der Eröffnungsfeier als sein erstes großes Projekt nach erfolgreicher Abschlussprüfung seiner Verwaltungslehre im Rathaus mit Bravour meisterte. 
„Mit diesem Platz haben wir nun die Voraussetzung geschaffen, dass die Trainings- und Spielmöglichkeiten insbesondere der drei Kelsterbacher Fußballvereine nahtlos weitergehen kann, wenn Ende März nächsten Jahres der Kunstrasenplatz an der IGS geschlossen wird“, so Ockel. Bekanntlich wird dort der Neubau der Karl-Treutel-Schule errichtet. „Nach über 20 Jahren hätte der Kunstrasen dort ohnehin erneuert werden müssen“, erklärte der Bürgermeister.
Wie Ockel weiter ausführte, gab es im Bereich Jugendfußball trotz Corona einen weiter ansteigenden Zuspruch. „Jugendarbeit funktioniert sehr gut über den Sport und fördert die Integration und das respektvolle Miteinander“, betonte Ockel. Wie Frank Niedermann, Ressortleiter Sport, Kultur und Bildung, bestätigte, liegen ihm derzeit Wünsche von 18 Jugendmannschaften der drei Kelsterbacher Fußballvereine vor. „Wir haben den Trainingsplan so getaktet, dass wir bisher alle Anfragen erfüllen konnten“, so Niedermann.
Der Projektverantwortliche Martin Schaper gab dann noch einen Überblick über die verbauten Materialien. „Wir haben hier 10 500 Quadratmeter Kunstrasen der neuesten Generation aufgebracht, darauf dann 270 Tonnen Sand, die den Rasen stabilisieren, und schließlich weitere vier Tonnen feinkörnigen Kork – anstatt Kunststoffgranulat wie bisher“, so Schaper. „Das Spielgefühl kommt dem Naturrasen sehr nahe“, betonte der Projektmanager.
Anschließend durchtrennten der Bürgermeister sowie die Vorsitzenden Rüdiger Pfennig (BSC) und Lukas Laun (Viktoria) dann das Band und gaben den Kunstrasenplatz offiziell frei. Dieser sollte mit einem Blitzturnier von jeweils zwei Jugendmannschaften der drei Vereine eingeweiht werden. Doch nur je eine E-Jugendmannschaft konnten BSC und Viktoria für den Eröffnungskick zusammenstellen. Der FC Türk musste aufgrund der Ferienzeit ganz passen. 
Mit der Fertigstellung des neuen Kunstrasenplatzes sind die Umgestaltungsaktivitäten im Sportpark jedoch noch längst nicht abgeschlossen. Wie Bürgermeister Ockel erklärte, soll zwischen den beiden Spielfeldern – dem großen Naturrasenplatz und den beiden Kunstrasenplätzen – ein neues Tribünengebäude mit Umkleiden und Dachterrasse entstehen. Dafür laufen derzeit die Planungen – auch für die Tiefbrunnenbohrung just an dieser Stelle, da der alte Brunnen zur Bewässerung teils eingestürzt und die Pumpe irreparabel beschädigt ist (wir haben berichtet). VON LEO F. POSTL

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