Kita der Christuskirche Kelsterbach kommt in Bewegung

Motorikzentrum für Kinder eröffnet

RAUF AUFS KLETTERNETZ: Sich austoben und ihre motorischen Fähigkeiten stärken, das können die Mädchen und Jungen im umgebauten Turnraum der Kita der Christuskirchengemeinde. (Foto: Koslowski)

Kelsterbach (rko). Ein wenig mussten sich die Kinder gedulden und erst einmal den Reden lauschen, bis sie endlich die Treppe hinaufstürmen durften, um das Motorikzentrum zu erobern. Dann gab es kein Halten mehr. Im Kletternetz herumkrabbeln, auf dem Sprungtuch hüpfen und mit der Schaukel durch die Luft schweben. 

Umgestaltung kostete 20 000 Euro

Mina und Carolina tobten ausgelassen. Der Raum gefiel den beiden Mädchen. „Es macht Spaß herumzuklettern“, sagte Mina. Auch wenn ihr die Schaukel am meisten Freude bereitete. Carolina freute sich, dass die Turnhalle neu gestaltet wurde. Stimmt, und deshalb war es schade, dass zum Tag der offenen Tür der Kindertagesstätte der evangelischen Christusgemeinde mit Einweihung des Motorikraums zunächst nur eine Handvoll Kinder gekommen war und die Zahl der Erwachsenen bei Weitem überwog. Die Umgestaltung des Turnraums hatte 20 000 Euro gekostet, die Stadt hatte 13 000 Euro übernommen. Die Kirchengemeinde steuerte 3000 Euro bei und 4000 Euro sammelte die Gemeinde über Spenden und Verkaufsständen bei verschiedenen Anlässen. Ideengeberin des Motorikzentrums war Erzieherin Jessica Hiss. Sie hatte bei ihren vielen Fortbildungen einige interessante Turnhallen gesehen und sich gedacht, dass im Turnraum der eigenen Kita doch noch viel Potenzial vorhanden sei. Mit diesen Gedanken habe sie offene Türen eingerannt. „Das Motorikzentrum ist gelungen. Ich bin zufrieden“, freute sich die engagierte Erzieherin. Auch für Pfarrer Nico Kopf ist der neu gestaltete und eingerichtete Bewegungsraum geglückt. Dabei sei er doch anfangs wegen der Kosten noch skeptisch gewesen.

Selbstvertrauen tanken und Ängste überwinden

Dieter Steufkens, Leiter der Kindertagesstätte brachte die Einrichtung des alten Turnraums in Erinnerung. Die Sprossenwand war bereits da, ein paar Würfel und Matten gab es und kleines Spielzeug, blickte er zurück. Jetzt sind an der Decke zwei Balken mit einem Schienensystem montiert, an denen verschiedene Sport- und Spielgeräte befestigt werden können. „Vom Klettern bis zum Schaukeln“, umschrieb Matthias Richter von der ausführenden Firma Ullewaeh aus Lübeck die Möglichkeiten, verschiedene Elemente an dem Schienensystem zu befestigen. So könne der Raum frei gestaltet werden. Die Kinder könnten in dem Motorikzentrum Dinge erleben, wie es draußen nicht möglich sei. 

Anderthalb Jahre dauerte die Realisierung, einschließlich der Planungsphase und der Zeit, die finanziellen Mittel zu akquirieren, erinnerte Steufkens. Jetzt hätten die Kinder einen Raum, in dem sie ihre Ängste überwinden, sich ausprobieren und Selbstbewusstsein tanken könnten. „Die Kinder sollen selbst schauen können, was sie sich zutrauen“, meinte der Kita-Leiter. Unbegrenzt viele Kinder dürfen aus Sicherheitsgründen allerdings nicht in dem neuen Motorikzentrum herumtollen. Maximal ist es vier Kindern aus jeder der vier Kindergartengruppen erlaubt, dort gemeinsam unter Aufsicht der Erzieher zu toben. „Motorik ist ein ganz wichtiges Thema“, stellte auch Bürgermeister Manfred Ockel fest. Immer mehr Kinder hätten motorische Probleme, zudem würden viele Mädchen und Jungen den ganzen Tag über in der Kita betreut und bräuchten Zeit zum Austoben, nannte er weitere Vorteile des neuen Motorikzentrums.

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