Kelsterbach: Kindergarten St. Markus vor 60 Jahren eröffnet

Bilder-Doku zeigt Kita-Geschichte

Die stellvertretende Kita-Leiterin Giovanna Schneider zeigt die Bilder-Dokumentation der Kinder anlässlich der 60-Jahr-Feier. Foto: POSTL

Kelsterbach – Für die Kindertagesstätte St. Markus gab es am vergangenen Samstagnachmittag gleich mehrere Anlässe zu feiern. Vor 60 Jahren wurde der katholische Kindergarten St. Markus eröffnet, vor zwei Jahren wurde die Kindertagesstätte vom Caritasverband Offenbach übernommen – und es stehen große bauliche Veränderungen bevor. Dies alles spiegelte sich in den Reden der geladenen Festgäste wieder, die von den Kindern mit einer musikalischen Zeitreise erfreut wurden. Derzeit werden genau 100 Kinder im Familienzentrum St. Markus betreut. Am späteren Nachmittag waren dann die Türen für alle interessierten Besucher geöffnet.

„Das war auch für uns eine sehr interessante Reise durch die zurückliegenden 60 Jahre“, sagte Giovanna Schneider und zeigte auf die große Bilder-Dokumentation an der Wand. „Viele ehemalige Kindergartenkinder und auch Erzieherinnen – es gab ja damals nur Kindergärtnerinnen – haben uns Fotos und Schriftstücke aus ihrer Zeit gebracht“, schildert die stellvertretende Kita-Leiterin die Entstehung der Bilderwände. Mit den Hinweisen auf die Veränderungen in den vergangenen Jahren und den aktuellen Erziehungsangeboten in der Kita St. Markus, ist daraus eine sehr informative Dokumentation der 60-jährigen Geschichte geworden. „Und vor allem, was die Leute noch dazu alles erzählt haben, das hätte man alles irgendwie noch aufzeichnen müssen“, bedauert Schneider, dass immer mehr Erinnerungen verloren gehen.
Dann kam plötzlich Norbert Schneider, der zu den ersten Kindergartenkindern gehörte und zog ein kleines Heftchen aus der Tasche. „Das haben wir damals zusammen mit den Kindergärtnerinnen gemacht“, zeigt er ein kleines Poesie-Heftchen, mit einem wunderschön gestalteten Deckblatt und persönlichen Eintragungen mit entsprechenden Verzierungen und gemalten Bildmotiven. Besonders enttäuscht war er damals von der Kirche, der Kirchturm daneben – das ging gar nicht. Wie eine richtige Kirche auszusehen hat, das hat er in sein Poesie-Heftchen gemalt. 
„Ich durfte leider nur ein Jahr hierherkommen, denn danach musste ich schon in die Schule“, bedauerte Schneider seine kurze Kindergartenzeit. „Damals kam mir das alles viel größer vor als heute, als kleiner Pimpf hat man ja eine ganz andere Perspektive“, scherzt der Kelsterbacher. Auch sei der Kindergarten damals noch nicht so groß wie heute gewesen. „Da haben die was angebaut und dort was erweitert, das gab es alles noch nicht“, zeigt Schneider auf die heutige Küche und den Lagerraum. „Und bald wird sich wieder alles ändern, denn die Zeichen stehen auf Abbruch und Neubau“, ließ ihn Susann Weiser, dienstälteste Erzieherin im Familienzentrum St. Markus, wissen.
Im Rahmen des Sommerfestes konnten die Besucher verschiedene Kurzweilangebote nutzen. Besonders begehrt war die Fotobox, wo man sich einen besonderen „Rahmen“ geben oder sich auch mit speziellen Accessoires fürs Foto aufhübschen konnte. „Mama, das machen wir“, sagte Sofia und zog ihre Mutter vor die Fotobox – und dann gesellte sich schnell noch Niklas mit Mama Jessica dazu. „Bitte recht freundlich“, gab Ravnikar die letzte Anweisung, dann machte es auch schon „klick“ und die schöne Erinnerung wurde ausgedruckt. „Wie werden wir wohl in 60 Jahren aussehen“, scherzten die beiden. pos
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