Kelsterbach gibt Einbahnstraßen für Radfahrer frei

Weiterer Impuls zum Umsatteln

Die Hohemarkstraße gaben Bürgermeister Manfred Ockel, Mario Schuller vom ADFC und der Radverkehrsbeauftragte Roland Rücker (von links) für Radfahrer frei. Foto: Friedrich

Kelsterbach (ula) – Schritt für Schritt soll Kelsterbach attraktiver gemacht werden für den Fahrradverkehr. Ein Baustein ist die Umwidmung von 22 Einbahnstraßen. Diese dürfen ab sofort von Pedaleuren in beiden Richtungen befahren werden.

 

„Eine von vielen Maßnahmen“, wie Bürgermeister Manfred Ockel (SPD) betonte, „wir möchten die Mobilität für Radler verbessern.“ Bei 90 Prozent der innerörtlichen Einbahnstraßen ist es möglich, sie in beiden Fahrtrichtungen für den Fahrradverkehr zu öffnen. Voraussetzung für die Freigabe ist eine ausreichende „Begegnungsbreite“ inklusive Möglichkeit zum Ausweichen, eine übersichtliche Verkehrsführung und Tempo-30. Der Maßnahme war unter anderem eine Rundtour mit einem Sachverständigen im Herbst 2019 vorangegangen. Nur in zwei Einzelfällen meldete der Vorsitzende des ADFC-Kreisverbands Groß-Gerau, Mario Schuller, Bedenken an. Nicht infrage kommen der Querweg und die Gottfried-Keller-Straße. 
„Seit 1997 ist es laut Straßenverkehrsordnung möglich, Einbahnstraßen in beide Richtungen zu öffnen“, wusste Schuller – dass man in Kelsterbach nicht handelte, war ein Punkt, den Teilnehmer des Fahrradklimatests 2018 moniert hatten. Der ADFC führt im Zweijahresturnus Befragungen zur Fahrradfreundlichkeit einer Kommune durch – der Klimatest gilt als Zufriedenheitsbarometer. „Es gibt noch einiges zu tun, aber wir haben in den letzten Monaten Gas gegeben“, erklärte Roland Rücker, der neben René Wollmerstedt als ehrenamtlicher Fahrradbeauftragter Impulse setzt, um Kelsterbach nachhaltig umzubauen. Sein Credo: „Nur eine gute und sichere Infrastruktur bringt die Menschen dazu umzusatteln.“
In der Kirschenallee brachte das Team des Kelsterbacher Kommunalbetriebs (KKB) die ersten Schilder an, die Pedaleuren in Einbahnstraßen freie Fahrt gewähren. Zu den nächsten Maßnahmen zählten Markierungsarbeiten innerhalb des Stadtgebiets, wie der Bürgermeister berichtete.
Für die südliche Ringstraße und die Rüsselsheimer Straßen erarbeiten Verkehrsgutachter Konzepte, wie Fahrradverkehr dort fließen soll. Das harmonische Miteinander aller Verkehrsteilnehmer hat Roland Rücker auf der Agenda: „Oft entwickeln sich aus Missverständnissen Konflikte. Es soll wieder ein Lächeln durch die Windschutzscheiben kommen.“
Bei allen Vorstößen zur fahrradfreundlichen Untermainstadt gibt es durchaus eine Mängelliste. Nicht nur Autofahrer, auch Radler verhalten sich nicht immer konform zur Straßenverkehrsordnung, wie die beiden Ordnungspolizeibeamten Yücel Kardogan und Ciro De Luca bestätigen. Ohne Licht fahren, das Fahren auf dem Gehweg oder das Überfahren roter Ampeln seien die häufigsten Verstöße.
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