Jeder wird individuell gefördert

Viertklässler erkunden am Tag der offenen Tür die Integrierte Ganztagsschule

SUPER findet Viertklässlerin Melissa Steinbrecher (vorne links) den Unterricht. Gemeinsam mit Silan Atas (vorne rechts) schreibt sie ägyptische Hieroglyphen. (Foto: Kriewitz)

Kelsterbach. In Laufe der vierten Klasse muss entschieden werden, auf welche weiterführende Schule das Kind gehen soll. Hilfestellung bietet die Integrierte Ganztagsschule (IGS) mit ihrem Tag der offenen Tür. Viertklässler dürfen sich dann die Räumlichkeiten ansehen, am Probeunterricht teilnehmen und sich über die Angebote der IGS informieren.
 

Mit einer musikalischen Begrüßung begann der Info-Tag. Dabei demonstrierten die Fünftklässler, was sie im ersten Halbjahr an der IGS schon alles gelernt haben.
„Wissen vermitteln und die Persönlichkeit stärken“, das sind für Ursula Bös, die an der IGS den Schulübergang koordiniert, zwei wichtige Punkte nach dem Wechsel. „Dabei werden schwächere und leistungsstärkere Kinder individuell gefördert“, zählt Christian Reschke, Stufenleiter der Jahrgänge fünf bis sieben, die Vorteile der Gesamtschule auf.
So gibt es beispielsweise Fördermaßnahmen wie das Lernbüro, in dem man Unterstützung bei den Hausaufgaben bekommt oder eine Internetrecherche für ein Referat durchführen kann. Zusätzlich gibt es an der IGS Arbeitsgemeinschaften, in denen die Schüler die Möglichkeit haben, ihre Talente und Fähigkeiten auszuleben oder einfach mal nur das zu tun, was ihnen Spaß macht. Um einen Einblick zu bekommen, gab es mehrere Vorführungen, so präsentierte sich beispielsweise die Latino-Tanzgruppe. Das Ganztagsprogramm hat sich bewährt. „Die Kinder haben sich gut daran gewöhnt“, so Reschke.
Vorgestellt wurde auch das Modell der Doppelstunden. Der neunzigminütige Unterricht bietet die Möglichkeit, über einen längeren Zeitraum an einem Thema zu arbeiten. Um davon einen Eindruck zu bekommen, nahmen Viertklässler und Eltern am Probeunterricht teil. Die Klasse 5.1 hatte Deutsch und Sport, die 5.2 Gesellschaftslehre bei Christine Kuhn und Anke Hackemesser und damit ein unbekanntes Fach für die jungen Gäste.
Die Viertklässler lernten viel über das alte Ägypten und beschäftigten sich mit den Hieroglyphen. Anschließend durfte jeder eine eigene Namenskartusche erstellen. „Diese hatten sonst nur Pharaonen“, erklärte Lehrerin Kuhn.
Dem 10-jährigen Moritz Falk gefiel das Angebot: „Der Unterricht ist super, obwohl meine Lieblingsfächer eigentlich Englisch und Mathe sind.“ Auch Melissa Steinbrecher war beeindruckt. „Die Schule ist sehr groß, aber es gefällt mir hier“, meinte Melissa (10 Jahre).
Parallel zum Unterricht bot die Klasse 5.5 von Susanne Freibert „Soziales Lernen“ an, hier wurde das Sozialverhalten der Schüler trainiert. Unter Anleitung von Schulsozialarbeiterin Gabi Stutz sollten sich die Kinder möglichst schnell Bälle zuwerfen und fangen. Natürlich fielen oft welche auf den Boden. Gemeinsam wurde nach einer Lösung für das Problem gesucht. Louis schlug vor, sich mehr zu konzentrieren. „Der Augenkontakt beim Werfen ist wichtig“, so Ilias. Danach wurde noch einmal gespielt und es funktionierte besser.
Der Frankfurter Salvatore Cialino, der sich mit seiner Tochter die Schule ansah, war sehr interessiert. „Unsere Nachbarn haben uns die Schule empfohlen“, so Cialino. „Wir schauen uns heute mal um, haben uns aber noch nicht entschieden.“
Währenddessen wurde im naturwissenschaftlichen Bereich experimentiert. Unter anderem stellten Schüler der zehnten Klassen mit den Besuchern Brausegetränke her. Großes Interesse gab es auch an der Glimmspanprobe. Hierbei wurde ein Schaschlikspieß angezündet. Er musste dann so ausgepustet werden, dass er noch glimmte. „Danach wird der Stab in mit Sauerstoff gefüllte Reagenzgläser gesteckt“, erklärte Joel Thiel. Zum Erstaunen der Kinder begann der Holzstab erneut zu brennen.
Eltern und Kinder konnten zudem an einer von Schülern geleiteten Führung durch das Gebäude teilnehmen. Celina Möller (12) und Celina Glöser (14) übernahmen eine Besuchergruppe. „Wir zeigen ihnen zum Beispiel die NaWi-Räume, das Lernbüro und den SV-Raum und gehen auch nochmal in die Mensa und in die Bibliothek“, so Celina Möller. Die SV bot derweil gegen eine Spende Getränke und Brezeln an.
Bei allen Beteiligten – Gästen, Schülern wie Lehrern – kam der Tag der offenen Tür gut an. „Wir hatten mehr Zulauf als gedacht“, meinte Schulleiterin Barbara Jühe zufrieden. (mki)

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