Ilay Soytürk siegt beim Kreis-Vorlesewettbewerb

IGS-Schüler liest bis zu 500 Seiten an einem Wochenende

EINE ECHTE LESERATTE ist Ilay Soytürk, der die IGS erfolgreich beim Kreis-Vorlesewettbewerb hatte. Den gesellschaftskritischen Roman „The Hate U Give“ stellte der Zehnjährige seiner Klasse vor. (Foto: Koslowski)

Kelsterbach (rko). Welche Umgebung taugt am ehesten für ein Interview und ein Foto mit einem Schüler, der den Kreisentscheid beim Vorlesewettbewerb gewonnen hat? Natürlich die Stadt- und Schulbibliothek!
Die Pause ist vorbei, Ilay Soytürk und Sabine Posniak von der Schulleitung der Integrierten Ganztagsschule (IGS) machen sich mit dem Reporter vom Freitags-Anzeiger auf den Weg.

Landesentscheid knapp verpasst

In der Bibliothek geht es hinauf in die Kinder- und Jugendabteilung. Dort findet Ilay auch ganz flott das Buch „The Hate U Give“, in das er erst kürzlich seine Nase steckte und das er an einem Wochenende verschlang. Der gesellschaftskritische Jugendroman von Angie Thomas thematisiert Polizeigewalt gegen Schwarze aus der Sicht einer Jugendlichen, die in einem sozialen Brennpunkt einer US-Großstadt aufwächst. 
Aus dem Buch, das mittlerweile fürs Kino verfilmt wurde, hatte der Zehnjährige im April beim Bezirksentscheid in Fürth im Odenwald vorgelesen. Die Qualifikation für den Landesentscheid hatte Ilay zwar knapp verpasst, doch sein Spaß am Lesen ist ungebrochen. Und Ilay ist trotzdem stolz auf seinen Erfolg beim Kreisentscheid. Zu Recht. Besonders beim Lesen des Fremdtextes aus dem Buch „Luzifer Junior“ habe er herausgestochen, berichtet er vom Lob der Jury.

Gerne anspruchsvolle Literatur

Der Text, den Ilay sich selbst ausgesucht hatte, war übrigens aus „Sofies Welt“, dem philosophischen Roman von Jostein Gaarder. Für den Schulentscheid hatte der Sechstklässler „Der Junge auf dem Berg“ gewählt. Das Buch hatte ihm seine Mutter gekauft. 
„Der Junge im gestreiften Pyjama“ hat er bereits gelesen. „Ich habe noch drei Bücher, die darauf warten, gelesen zu werden“, lacht Ilay. Eines davon thematisiert den Unterschied zwischen armen und reichen Menschen in Amerika und „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ von Judith Kerr ist ebenfalls darunter.
Also alles anspruchsvolle Literatur. Da klingt die Biografie über Christiano Ronaldo, seinem Lieblingsfußballer, fast wie Unterhaltungsliteratur. 
Versteht er denn auch die Inhalte komplett? Klar. „Bei solchen Büchern muss man einfach weiterlesen“, stellt er schmunzelnd fest. Ilay liest gerne historische Bücher, auch die Zeit des Nationalsozialismus interessiert ihn.
Ilay kam schon als kleines Kind mit Büchern in Kontakt. Denn seine Eltern hatten ihm früher häufig vorgelesen, was er sehr mochte. Dann wollte er endlich selbst lesen und freute sich auf die erste Klasse. Das erste Buch, das er las, war aus der Reihe „Die drei Fragezeichen“. Aber Jugendgeschichten, darunter auch „Gregs Tagebuch“ wurden ihm dann irgendwann zu langweilig, sodass er zu Romanen griff. 
Er finde es toll, sich in die Geschichten hineinzuversetzen, die Abenteuer mit den Protagonisten zu erleben, berichtet Ilay. Die Leseratte verschlingt Bücher förmlich.

Kicken bei der U12 von Eintracht Frankfurt

Am Wochenende reißt er durchaus 500 Seiten runter. Vor Kurzem klappte er das Buch erst eine halbe Stunde vor Mitternacht, zu – es war ja Wochenende. Nur, um morgens nach dem Aufwachen um 8 Uhr gleich wieder seine Nase in das Buch zu stecken. 
Eines seiner Lieblingsfächer ist freilich Deutsch. Die Note Eins ziert hier das Zeugnis. Auch die Fächer Mathe, Gesellschaftslehre und Sport gefallen ihm gut. Lesen, sagt Ilay, vergrößere den Wortschatz, fördere die Allgemeinbildung und unterstütze das Textverständnis. Andere Jungen würden vielleicht lieber Playstation spielen als ein Buch in die Hand zu nehmen.
Er selbst lässt die Playstation aber auch nicht immer links liegen und schaut sich auf YouTube Videos von seinem Lieblingsfußballer an. Denn Ilay tritt in seiner Freizeit selbst gegen die Pille und kickt bei Eintracht Frankfurt in der Altersklasse U12. 

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