IGS Kelsterbach: Abschlussfeier der Realschüler mit vielen Ehrungen

22 Abgänger wechseln in die Oberstufe

Mit den besten Realschulabschlüssen entließen Schulleiterin Babara Jühe und ihr Stellvertreter Christian Reschke Esma Inan (Zweite von links) und Berke Kara. Foto: Grünheid

Kelsterbach – Aufgrund der Corona-Pandemie hatte die Integrierte Ganztagsschule (IGS) Kelsterbach in den vergangenen beiden Jahren auf eine große Abschlussfeier verzichten müssen, sagte Schulleiterin Barbara Jühe am Freitagabend im Bürgersaal des Fritz-Treutel-Hauses. Um so mehr freute es sie nun, 57 Schüler mit einem Realschulabschluss – 22 von ihnen mit der direkten Versetzung in die gymnasiale Oberstufe – verabschieden zu können. 

Die Schulleiterin zeigte sich positiv überrascht, so viele junge, gepflegte und herausgeputzte Menschen vor sich zu sehen, ging dann auf die „liquide Jugend“ ein, die nicht bereit sei, sich vorschnell festzulegen. Dennoch sei sie davon überzeugt, dass die jungen Leute bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, um positiv in der Gesellschaft zu wirken.
Ihr Dank galt im Weiteren den Eltern, die großen Anteil an dem guten Abschneiden der Schüler hatten, aber auch dem Schulträger, der Stadt Kelsterbach, die stets für eine gute Ausstattung der IGS sorgt. Ihre Ansprache schloss sie mit einem Zitat von Marie von Ebner-Eschenbach: „Was wir heute tun, entscheidet darüber, wie die Welt morgen aussieht.“
Elternbeiratsvorsitzender Mehdi Bahrami wies in einer kurzen, launigen Rede darauf hin, dass es den Corona-belasteten Schülern trotzdem gelungen sei, sich auf den Unterricht zu konzentrieren und die Abschlussprüfung zu bewerkstelligen. Nun liege es an ihnen, die Welt besser zu machen.
Für die Schüler sprachen Julie Zerson und Schulsprecher Berke Kara. Im Wechselgespräch ließen sie ihre Schulzeit Revue passieren, berichteten über den etwas holprigen Start an der IGS, als sie die Schrecken der Lehrer waren, als es hieß: Keine Klassenfahrt für Unruhestifter. Doch irgendwann sei der Knoten geplatzt, sodass am Ende doch alle mit nach Berlin fahren durften. Sie dankten den Lehrern, die da waren, „wenn unser Verstand irgendwo hängen blieb“, und auch den Eltern, die sich stets für die Schüler eingesetzt haben. Mit einem gewaltigen Applaus für Schulleitung, Lehrern und Eltern wurde dieser Programmpunkt beendet.
Selbstverständlich fehlte es an diesem Abend nicht an Ehrungen für besondere Leistungen. So wurden Esme Inan und Berke Kara auf die Bühne gebeten. Inan erreichte mit der Note 2 den besten Realschulabschluss. Wie die 16-Jährige im Nachhinein verriet, will sie zunächst an der Werner-Heisenberg-Schule in Rüsselsheim das Fachabitur machen, um anschließend Maschinenbau zu studieren. Berufsziel: Ingenieurin. Kara wechselt zur Klingerschule in Frankfurt. Sein Ziel ist zunächst das Abitur und anschließend ein Medizinstudium.
Weitere Ehrungen gab es für die besten Sportler der Bundesjugendspiele und der Arbeitsgemeinschaft Kraft und Kondition, außerdem für Schüler, die das Sprachzertifikat Französisch erwarben. Die Schüler, die ein solches in Englisch erhalten sollten, müssen sich noch gedulden. Ihre Zertifikate sind vermutlich noch auf Urlaubsreise.
Das Programm, das Julie Zerson und Bdour Alammen moderierten, hatten die Schüler selbst zusammengestellt. Dazu gehörte auch der Auftritt von Elvira Bobrakof. Die Siebtklässlerin – Barbara Jühe bezeichnete sie als „The Voice of Kelsterbach“ – sang bezaubernd die Songs „Dandelions“ von Ruth B. und „Something’s Got a Hold on Me“ von Christina Aguilera. Außerdem hatten die Schüler ein Quiz zusammengestellt, bei dem Naz Kara-Chasan, Sude Savasal, Claudia Larbi und Melda Özdemir erkunden wollten, wie gut die Schüler ihre Lehrer und deren besondere Vorlieben kennen. Im zweiten Teil ging es darum, kurz angespielte Musikstücke von Rock und Pop bis hin zu Klassik zu erkennen. Kleine Filmbeiträge aus dem Schulalltag und der Klassenfahrt vervollständigten das Programm.
Selbstverständlich fehlte es auch nicht an Dank der Schüler an ihre Lehrer mit Blumen und kleinen Präsenten. Und nach der Übergabe der Zeugnisse wurde natürlich weitergefeiert. Schließlich hatten die jungen Leute sich für diesen Abend nicht umsonst so schicke Outfits angezogen. Kühle Getränke flossen in Strömen und zum Verzehr standen kleine, gut belegte Häppchen bereit. VON UWE GRÜNHEID

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