Grüne Deko für Juz Kelsterbach

Ferienspiele: Kinder bauen Hochbeete / Beim Material wird auf Upcycling geachtet

Selbst gemacht: Stolz präsentieren die Kinder ihre Minibeete auf der Mauer am Treppenaufgang. (Foto: Koslowski)

Kelsterbach (rko). Akku-Schrauber, Schrauben, Klebeband, Metermaß, Farbtuben, Pinsel, Leim: Im Hof des Schlosses schaut es aus, wie in einer riesigen Werkstatt. Allenthalben sitzen und stehen Mädchen und Jungen vor Holzlatten, Gläsern, Milchtüten und Einwegflaschen, malen, schrauben und leimen.

In der Werkstatt der städtischen Ferienspiele entstehen Mini- und Hochbeete. Die Minibeeten sind bereits fertig und stehen zum Anfassen und Bewundern auf der Mauer des Treppenaufgangs. Die Kinder dachten sich hübsche Motive aus, etwa Katzen und Hasen sowie bunte Muster. 
Die Hochbeete befinden sich noch in der Produktion. Für sie müssen die kleinen Handwerker Holzlatten zu einem Rahmen zimmern. Dann verkleiden sie die Seiten mit dünnen Holzplatten und setzen eine Wanne in den Rahmen, die sie mit Erde auffüllen. Jetzt ist aber erst einmal Mittagspause, die Kinder dürfen sich stärken, dann können sie die Arbeiten an den Hochbeeten vielleicht noch abschließen, hofft Sabrina Stamm, die stellvertretende Leiterin des Fachdienstes Jugendförderung und kommunale Sozialarbeit. Einige fleißige Handwerker geben schnell noch ein Urteil ab. „Ja, es hat Spaß gemacht, die Minibeete zu basteln“, sagt Hannah. „Bei den Minibeeten konnten wir kreativer sein“, stellt Lola fest. Und Daria betont, dass die Arbeiten sowohl an den kleinen als auch an den hohen Beeten nicht so schwierig seien. 
Die Werkstatt bei den Ferienspielen sei eine Kooperation der Stadt und der Bürgermeister Hardt-Schule, informiert Stamm. Deshalb tummeln sich an diesem Tag gleich 45 Mädchen und Jungen am Schloss. Schüler der Jahrgangsstufen eins bis sechs waren bei der Bastel- und Werkaktion zugegen. 

Wert auf Upcycling gelegt 

Stadt und Grundschule würden öfter mal kooperieren, gibt Stamm Auskunft. So ließen sich Ressourcen sparen und Synergieeffekte erzeugen. Hier am Jugendzentrum sei viel Platz vorhanden, die Kinder könnten sich über die gesamte Fläche ausbreiten. Stamm betont, dass bei der Auswahl des Materials für die Mini- und Hochbeete Wert auf Upcycling gelegt worden sei. Die Kinder arbeiten also mit Abfallprodukten, die sie nunmehr in neue Gegenstände verwandeln. Die Minibeete sind für Blumen gedacht. Diese dürfen die Kinder auch mit nach Hause nehmen. Die großen Hochbeeten konnten sie dagegen nicht bis in die gute Stube schleppen. Sie sollten sie vielmehr mit Kräutersamen bestücken. Die Kästen werden den kleinen Schlosshof sowie den Schulhof der Bürgermeister-Hardt-Schule dekorieren. Die Idee für die Hochbeete hatten übrigens die Kinder aus dem Jugendzentrum, die das Außengelände aufhübschen wollten. 

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