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Es gibt viel Schönes um uns herum

Ausstellung im Stadtmuseum zeigt Naturfotografien von Rainer Wilhelm

FOTOGRAF RAINER WILHELM (links) berichtete von seinen Ausflügen in die Natur. (Foto: Scherer)

Kelsterbach. Ein direkt in die Kamera blickender Steinkauz, ein Storch im Anflug und ein durch das Feld tappender Wiedehopf – beeindruckende Aufnahmen heimischer und leider auch selten gewordener Vögel sind derzeit im Stadtmuseum zu sehen. Dort zeigt die Sonderausstellung „Naturerlebnisse rund um Kelsterbach“ Fotografien von Rainer Wilhelm, der neben den gefiederten Freunden auch andere Tiere, Insekten und Pflanzen abgelichtet hat.

Er wolle mit seinen Fotos dazu anregen, dass sich Menschen näher mit der Natur beschäftigen und mehr darauf achten. „Es gibt viel Schönes um uns herum“, betonte Wilhelm bei der Eröffnung der Ausstellung, zu der rund 30 Gäste kamen. Interessante Einblicke in die sich massiv verändernde Welt der gefiederten Tiere bot zudem ein Vortrag des bekannten Vogelkundlers Bernd Petri.
Für seine gelungenen Schnappschüsse, die in den letzten fünf Jahren entstanden sind, war Wilhelm nicht nur in der Untermainstadt unterwegs, wo er entlang des Mains bis zum Mönchhof zahlreiche Wasservögel ablichtete. Neben stolzen Höckerschwänen und Mandarinenten lichtete der 70-Jährige auch zierliche Rotkehlchen und sogar ein Teichrohrsängerpärchen beim Füttern der Jungen ab.
Doch nicht nur die Vogelwelt, auch andere Tiere und Insekten kamen Wilhelm vor die Linse. So gelangen ihm im Naturschutzgebiet Mönchbruch und den Schwanheimer Dünen beeindruckende Aufnahmen von Libellen und Schmetterlingen, wie dem Tagpfauenauge und dem Aurorafalter. Außerdem sind Fotos von Wildschweinen, Fasanen und Ringelnattern zu sehen.
Seit etwa zwölf Jahren fotografiert der Kelsterbacher, immer mit Steigerungen, was die Ausrüstung angeht. „Mittlerweile bin ich beim Vollformat angekommen, mit den entsprechenden Objektiven“, so Wilhelm. Die waren auch nötig, um die flinken Vögel mit der Kamera zu erwischen. Eine gute Stunde oder auch mal zwei gingen dabei drauf, berichtete der Hobbyfotograf.
Oft habe er die Vögel an ihren Futterplätzen abgelichtet, manchmal aber auch richtig Glück gehabt – zum Beispiel bei einer seiner Lieblingsaufnahmen der Ausstellung. Die zeigt einen Zaunkönig, der einige Wildschweinborsten für den Nestbau im Schnabel transportiert. Da habe er nicht einmal lange warten müssen, freute sich Wilhelm, der auch Mitglied im Volksbildungswerk (VBW) ist, das die Schau organisiert hatte.
Ergänzt wird die Ausstellung durch in Schaukästen präsentierte Schmetterlinge von Klaus Schneider. Präparierte Vögel hat die staatliche Vogelschutzwarte zur Verfügung gestellt, der Nabu Worfelden unterstützt die Schau mit Präparaten von Vogelnestern. Auch Naturfilmer Roland Schmidt hat sich an der Schau beteiligt.
Es sei „eine wunderbare Sache“, dass man diese Sonderausstellung präsentieren könne, sagte Hartmut Blaum. Der VBW-Vorsitzende verwies auf die rund 1500 Besucher, die das ehrenamtlich geführte Museum im Schnitt jedes Jahr anlocke. „Das ist eine gute Leistung“, so Blaum mit Blick auf die breite Palette der Sonderausstellungen. Die reiche von alten Fahrrädern über die jetzt gezeigten Naturerlebnisse. Demnächst sei eine Schau über Bienen geplant, so Blaum, der neben dem Fotografen auch dem engagierten Museumsteam um Karl Schmiedt und Hubert Schöggl dankte.
Die Sonderausstellung „Naturerlebnisse rund um Kelsterbach“ ist noch bis 13. Mai immer sonntags von 14 bis 17 Uhr oder nach Vereinbarung im Stadtmuseum zu sehen. (nad)

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