Freie Flächen werden rar

Gemeinnützige Baugenossenschaft bewirtschaftet etwa 900 Wohnungen

TREUE MITGLIEDER und langjährige Mieter wurden bei der Mitgliederversammlung der GBK geehrt (vordere Reihe von links): Joachim Bundschuh (Friedensgemeinde), Astrid Postl, Johann Kellhammer, Elfriede Koops, Franz Bossert, Wilfried Kolb und Heide Simon. Es gratulierten Günter Widmann, Jürgen Zeller, Erhard Engisch und Bürgermeister Manfred Ockel (hintere Reihe von links). (Foto: Scherer)

Kelsterbach. Auch 67 Jahre nach ihrer Gründung ist die Gemeinnützige Baugenossenschaft Kelsterbach (GBK) finanziell gut aufgestellt. So beläuft sich das Eigenkapital der GBK auf rund 32 Millionen Euro bei etwa 16 Millionen Euro Verbindlichkeiten. Der im vergangenen Jahr erwirtschaftete Bilanzgewinn von 130 000 Euro wurde auf einstimmigen Beschluss der Mitglieder der freien Rücklage zugeführt.

Einen soliden Finanzstatus attestierte auch der Aufsichtsratsvorsitzende Jürgen Zeller der GBK. „Damit sind wir gut aufgestellt für die Aufgaben in den kommenden Jahren“, sagte Zeller während der Mitgliederversammlung vor rund 50 Zuhörern im Fritz-Treutel-Haus. Die Aufgaben sieht er vor allem in der Modernisierung und Sanierung des Bestandes, aber auch in der Schaffung von neuem, bezahlbarem Wohnraum – laut Zeller das Markenzeichen der Genossenschaft. 
Fertiggestellt wurde der Bau in der Berliner Straße 20 mit sechs Wohneinheiten, die als Ersatz für die abgerissenen Häuser an gleicher Stelle entstanden sind. Außerdem hat die GBK im letzten Jahr in der Karlsbader Straße 8 durch eine Dachgeschossaufstockung zwei weitere Wohneinheiten geschaffen. 
Zeller dankte der Stadt Kelsterbach, die das Wirken der Genossenschaft unterstütze, unter anderem mit dem günstigen Verkauf von Grundstücken. So hat die GBK ein 4500 Quadratmeter großes Grundstück gegenüber dem Atrium in der Dahlienstraße erworben und plant dort etwa rund 50 neue, teils barrierefreie Wohnungen.
Etwa 900 Wohnungen und 150 Garagen bewirtschaftet die GBK derzeit und ist damit der größte Anbieter von Wohnraum in der Untermainstadt. Von den Wohneinheiten sind 260 öffentlich gefördert. Die durchschnittliche Miete liegt bei 5,22 Euro pro Quadratmeter. Auch im letzten Jahr konnten die Wohnungen bei einem Mieterwechsel problemlos vermietet werden, es gab keine Leerstände. Innerhalb des Wohnbesitzes der GBK hatte es im vergangenen Jahr 55 Mietwechsel gegeben.
Laut Zeller müssen viele Wohnungen saniert und modernisiert werden, um die Nebenkosten zu senken und den Anforderungen der Mieter zu entspreche. Die Zufriedenheit der Mieter sei das Ziel der Arbeit von Aufsichtsrat und Genossenschaft, betonte Zeller. Für die Instandhaltung der Wohnungen hat die GBK im letzten Jahr rund 1,2 Millionen Euro ausgegeben. Auch für die kommenden Jahre rechnet man mit einem unverändert hohen Instandhaltungsbedarf. Finanzielle Risiken, so Zeller, wolle man dabei aber nicht eingehen.
Laut GBK-Vorstandsmitglied Lars Laun werde man häufiger über eine mögliche Nachverdichtung beim bestehenden Wohnraum nachdenken müssen, da die freien Flächen in Kelsterbach allmählich rar werden. Dank seiner guten Infrastruktur und der Nähe zu Großstädten wie Frankfurt sei die Untermainstadt ein attraktiver Wohnort, so Laun.
Dem Trend der Mieterhöhung versuche man aber entgegenzuwirken. Laun betonte, dass die GBK auf besonnenes Wirtschaften setze, damit die Rentabilität und Liquidität der Genossenschaft weiterhin gewährleistet bleibe. Vor dem Hintergrund steigender Nebenkosten und im Sinne des Klimaschutzes kündigte Laun ein Nachhaltigkeitsprojekt für alle gemeinschaftlich genutzten Räume der GBK an. Geplant ist unter anderem die Umstellung der Beleuchtung in allen Kellern, Fluren und Waschräumen auf LED.
Bürgermeister Manfred Ockel (SPD) lobte die hervorragende Bilanz und Arbeit der GBK. Als Gründe für den angespannten Wohnungsmarkt sieht er den Zuzug von Menschen aus der EU sowie die allgemeine Wanderung von Menschen aus Frankfurt in die Randstädte und vom Land ist die Städte. Ob der Zuzug weiter anhalte und eine weitere Wohnraumverdichtung förderlich ist, sei fraglich. „Die Bebauung verschlingt Fläche – wir brauchen aber auch eine Wohnqualität“, so Ockel. Er sei jedoch zuversichtlich, dass man die Nachfrage gemeinsam mit der GBK und der Nassauischen Heimstätte decken könne.
Turnusgemäß standen drei Wahlen für den Aufsichtsrat an. Ulrich Kaczenski, Rainer Schink und Siegfried Ortlieb wurden von den Mitgliedern einstimmig wieder gewählt.
Während der Mitgliederversammlung ehrte die GBK langjährige Mitglieder und Mieter. Die evangelische Friedensgemeinde wurde für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden Elfriede Koops, Astrid Postl und Wilfried Kolb ausgezeichnet, Franz Bossert und Heide Simon für 50 Jahre. Johann Kellhammer für 60 Jahre. (nad)

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