Hier findet jeder seinen Platz

Schnupperunterricht und Aufführungen: IGS stellt sich beim Tag der offenen Tür vor

MIT EINEM FLOTTEN TANZ hießen die Mädchen der Latino-Tanz-AG die Besucher im Stufensaal beim Tag der offenen Tür willkommen. (Foto: Postl)

Kelsterbach (ak). „Kommen Sie mit uns in die Nawi-Werkstatt!“ – „Spiele, Spiele! Kommen Sie zu uns, bei uns wird gespielt! Im Englisch- Schnupperunterricht machen wir Spiele!“ Mit strahlenden Augen, lauter Stimme und die entsprechenden Schilder in die Luft haltend, warben am Samstagmorgen Schülerinnen und Schüler der Integrierten Ganztagsschule (IGS) um neugierige Viertklässler und deren Eltern.

Denn die Einrichtung hatte für Grundschüler, die ab dem Sommer eine weiterführende Schule besuchen, einen Tag der offenen Tür veranstaltet. Die zahlreich erschienenen Besucher konnten in den Unterricht hineinschnuppern und das pädagogische Konzept der Schule kennenlernen. Neben Kelsterbachern schauten auch Schüler aus den Frankfurter Stadtteilen Schwanheim, Nied und Höchst vorbei.
Entsprechen voll war es dann auch etwa in den Nawi-Räumen. Hier hatten die Lehrerinnen Sylvia Groen, Tabea Foth und Chrysi Panidou schon einige Experimente für die jungen Gäste vorbereitet. So konnten die Grundschüler selbst ausprobieren, was etwa passiert, wenn man in ein volles Glas immer mehr Münzen wirft.

„Wir geben allen Kindern die Möglichkeit, hier bei uns anzudocken.“ 

Auch Mya und Miriam waren fasziniert – die Mädchen warfen, unterstützt von den Lehrern, viele Cent-Stücke ins volle Glas, bis die Oberflächenspannung nachgab. Warum das so ist, darüber hatten sich Mya und Miriam auch Gedanken gemacht. „Ja, da sind so Sachen im Wasser, die es zusammenhalten – wie so kleine Tierchen, die sich festhalten“, vermuteten die Mädchen.
Willkommen seien an der IGS alle Schüler, unabhängig vom Leistungsstand, betonte Rektorin Sabine Posniak mit Blick auf das Lernkonzept der Schule. „Wir geben allen Kindern sehr gerne die Möglichkeit, hier bei uns anzudocken.“ Hier solle jeder Schüler seinen Platz finden und Erfolg haben können. Das gelte für Haupt- und Realschüler genauso wie für Gymnasiasten.
„Ganz viele unserer Schüler gehen von hier aus dann auch weiter in die Oberstufe“, freute sich Posniak über die erfolgreiche Vermittlung des Lernstoffs, mit der alle Chancen offengehalten werden. Dass einige ehemalige Schüler sogar später an die IGS zurückkommen, um etwa Arbeitsgemeinschaften zu leiten, machte Posniak besonders zufrieden. So leitet in diesem Jahr ein ehemaliger Schüler die Lego- Technik AG und auch die Schülerband wird von einem Ehemaligen betreut. „Da muss es den beiden doch hier gefallen haben, wenn sie dafür jetzt zurückkommen“, lachte Posniak.
Die Unterrichtszeiten an der IGS gehen vom offenen Anfang zwischen 7.30 und 7.55 Uhr bis nachmittags um 15.25 Uhr. Der Mittwochnachmittag ist frei für die Teilnahme an den AGs, darunter die AG Bühnentechnik, Mofa, Schulsanitätsdienst oder Videodreh. Auch die Musikklassen sind immer gefragt. Jeden Vormittag steht eine bewegte Pause auf dem Stundenplan, für die sich die Schüler Bälle, Skateboards und andere Sportgeräte zum Austoben auf dem großen Freigelände ausleihen können. Nach der Mittagspause in der schuleigenen, großzügigen Mensa schließen sich Unterrichtsblöcke und eigenverantwortliches Arbeiten in Lernzeiten an.

Schüler helfen sich gegenseitig

In einem Lernbüro mit zwei Pädagoginnen können die Kinder und Jugendlichen, die Nachfragen zu ihren Aufgaben für die Lernzeiten haben, jederzeit um Unterstützung bitten. „Jetzt finden zum Beispiel bald die Abschlussprüfungen der Realschüler statt, da ist dort jeden Tag Hochbetrieb“, erzählte Posniak. Auch vor Klausuren sei hier viel los. „Das funktioniert unheimlich gut – und die Schüler helfen sich auch gegenseitig!“
Und zwar nicht nur im Lernbüro, sondern auch während der Lernzeiten, denn da gibt es das „Schüler-helfen-Schüler“- Projekt (SHS). „Schüler ab der achten Klasse können sich für das Projekt melden, wenn sie jüngeren Schülern helfen wollen“, erklärte Posniak die Idee hinter dem Projekt. Annika Zweschper ist solch eine Schülerin, die ihre eigene Pause für das SHS-Projekt opfert, um den Jüngeren zu helfen. „Da wird man dann für einmal wöchentlich einer Klasse zugeteilt und hilft dort denen, die Hilfe brauchen“, erzählte die Schülerin. „Wir kriegen viel von unserer Schule, da geben wir auch gerne was zurück“, betonte Zweschper.
Genau wie Carina Becker ist sie nun in der zehnten Klasse und wird ab dem nächsten Schuljahr die Oberstufe am Höchster Friedrich-Dessauer-Gymnasium besuchen. Carina Becker engagiert sich seit der fünften Klasse in der Schülervertretung der IGS und ist zurzeit die Schulsprecherin. „An der IGS ist besonders, dass man hier so viel erreichen kann“, fand Becker. „Und die Schulleitung hat immer ein offenes Ohr für uns!"

 

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