Eltern ungewohnte Einblicke gewährt

Beim Begegnungsfest der IGS werden viele Einblicke gewährt und das 40-jährige Bestehen gefeiert

GEMEINSAM durchschneiden Erster Stadtrat Kurt Linnert, Fünftklässlerin Aylin Köklü (10 Jahre), Schulleiterin Barbara Jühe und Manuel Kanthak (16) aus der zehnten Klasse das Band vor der Skulptur zum 40-jährigen Bestehen der IGS. (Foto: Kriewitz)
 

Kelsterbach. Im Chemieunterricht der zehnten Klasse sollen die Schüler ein Kohlenstoffkettenmodell bauen. Lehrerin Sylvia Groen gibt eine Einführung, dann legen die Schüler los. „Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Stoffe zusammenzusetzen“, so die sechzehnjährige Laura Anthes. „Manchmal sind die Ketten unterschiedlich, aber es ist immer noch der gleiche Stoff“, erklärt sie. Ausnahmsweise dürfen heute Eltern, Gäste und Viertklässler im Fachunterricht hospitieren, denn die Integrierte Ganztagsschule (IGS) hat zum Begegnungsfest eingeladen und feiert gleichzeitig ihr 40-jähriges Bestehen.
 

Zur gleichen Zeit üben Streicher der fünften Klasse vor Publikum. „Das war heute wie unser ganz normaler Unterricht“, so der elfjährige Nils Christiansen, der Cello spielt.
Nach dem ersten Unterrichtsblock geht es für Schüler und Eltern in die große Pause. In der Mensa ist ein Kuchen- und Salatbüfett aufgebaut, das von den Eltern organisiert wurde.
Überdies gibt es auch viel zu sehen und entdecken: In der Pausenhalle sind Arbeiten aus dem Kunstunterricht ausgestellt, die Schulsozialarbeiter und die Schulseelsorgerin stellen sich und ihre Arbeit vor und eine Eltern-Arbeitsgruppe informiert über das Thema Inklusion. Der Erlös aus dem Flohmarkt geht an „Sukuta Wannsee“, eine Schule im afrikanischen Gambia. „Schon 2009 hat die IGS einen Schulbus gespendet“, so die 16-jährige Michelle Jansen, die an einem Infostand für das Projekt wirbt. „Der Bus ist gut angekommen, doch jetzt braucht die Schule auch Geld für Benzin“, erklärt sie.
Die Kinder tummeln sich im Außenbereich der Schule, wo die Spielwiese Fulda viele Spielgeräte aufgebaut hat und unter anderem eine Kistenrutsche anbietet. In einer kleinen Fußballarena werden Mini-Turniere ausgetragen. Highlight ist aber das Aerotrim. In das ringförmige Gestänge lassen sich Wagemutige festschnallen, um dann in alle Richtungen auch kopfüber zu rotieren. Wie gewohnt, ist die Pause auch eine bewegte Pause, in der sich die Kinder Spielsachen und Fußbälle ausleihen können. Die Schule wolle sich von ihrer Schokoladenseite zeigen, erklärt Schulleiterin Barbara Jühe. „Wir haben uns viel Mühe gegeben“, fügt sie an.
Nach der Pause geht es noch einmal mit dem Unterricht weiter. In der Kunststunde bei Christine Kuhn arbeiten die Schüler mit der Collagentechnik. Papierschnipsel und -streifen werden zu einem Bild zusammengeklebt. „Das ist eine ganz witzige Idee“, meint die dreizehnjährige Helen Gheresus. Ausgerüstet mit Schere und Kleber machen sich die Schüler an die Arbeit. „Man muss darauf achten, dass die Streifen gleich groß werden und man darf sie nicht übereinander kleben“, erklärt die 13-jährige Katharina Rodrigues.
In der Sporthalle herrscht derweil reges Treiben. Beim Mattenvölkerball stehen sich zwei Mannschaften gegenüber, jede will die gegnerische Matte zu Fall zu bringen. „Das Spiel ist einfach, macht aber riesigen Spaß“, so der zwölfjährige Joel Stifter begeistert. Auch einige Eltern verfolgen das Spiel. „Es ist sehr interessant zu schauen, wie der Unterricht heutzutage ist“, meint Jose Flores. „Bei uns gab es so etwas wie das Begegnungsfest leider nicht“, bedauert der Vater.
Nach dem Unterricht beginnt der gemütliche Teil des Festes. Bei Kaffee und Kuchen sitzen Eltern, Kinder und auch ehemalige Schüler mit den Lehrern zusammen und unterhalten sich. „Das Fest ist super“, meint Andrea Scholz. „Alle Schüler sind involviert und es ist alles wirklich gut organisiert“, lobt die Mutter.
Anlässlich des 40-jährigen Bestehens gibt es eine kleine Ausstellung mit einer Zeitleiste zu sehen. So erfährt man, dass 1983 die Partnerschaft mit der Schule in Frodsham in England geschlossen wurde. Im Jahr 2000 gibt es die erste Musikklasse an der Schule.
Festlich wird es bei der Übergabe der Skulptur aus 40 Stelen, die die Geschichte der Schule abbilden (wir berichteten). Vorher treten die Latino-Tanzgruppe, die Selbstverteidigungsgruppe und die Hip-Hopper vor der begeisterten Schulgemeinde auf. Auch das Orchester spielt, dann wird das Kunstwerk, das von den Schülern selbst gestaltet wurde, der Öffentlichkeit übergeben. „Ein großer Dank gilt den vielen Helfern, den Eltern, Schülern, Lehrern und der Stadt“, so Barbara Jühe.
Gemeinsam durchtrennen schließlich Erster Stadtrat Kurt Linnert, die Fünftklässlerin Aylin Köklü, Schulleiterin Barbara Jühe und der Zehntklässler Manuel Kanthak das Band vor der Skulptur und weihen so das Kunstwerk, das auf der Grünfläche vor der Mensa zu finden ist, offiziell ein. (mki)

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