Einkauf in modernem Ambiente

Edeka-Markt am Südpark wird abgerissen und neu gebaut – Zwischenlösung geplant

SCHUHKARTON-OPTIK ADE: Der knapp 37 Jahre alte Edeka-Markt am Südpark soll abgerissen und neu gebaut werden. Auch die Parkflächen werden saniert und der Höhenunterschied der Zufahrt angeglichen. (Foto: Scherer)

Kelsterbach (nad). Nicht mehr zeitgemäß, zu klein und sieht aus wie ein Schuhkarton – Der Edeka-Markt am Südpark wird abgerissen und komplett neu gebaut. Wenn alles klappt, soll der neue Markt bereits im Frühjahr 2021 eröffnen.

Der Bauausschuss hat am Montagabend in seiner Sitzung mehrheitlich bei drei Enthaltungen der Wählerinitiative Kelsterbach (WIK) einen „vorhabenbezogenen Bebauungsplan“ für das Projekt beschlossen. Die endgültige Entscheidung fällt dann in der Stadtverordnetenversammlung am Montag, dem 1. April. Mit dem Beschluss wird für das Vorhaben Rechtssicherheit geschaffen, denn für das als Gewerbegebiet ausgewiesene Areal fehlte bisher ein rechtskräftiger Bebauungsplan. Wie Bürgermeister Manfred Ockel (SPD) betonte, sei der Vollsortimenter ein sehr beliebter Markt, jedoch ein wenig in die Jahre gekommen. Dennoch lohne es sich für Edeka, hier zu investieren, sagte der Bürgermeister.

Größere Verkaufsfläche und moderne Warentheken

„Wir wollen den Standort erhalten, denn er ist wohnortnah“, betonte Gebietsexpansionsleiter Alexander Stiel, der das Vorhaben vorstellte. Der vor gut 37 Jahren eröffnete und 2002 umgebaute Supermarkt sei nicht mehr zeitgemäß, das Ambiente durch die baulichen Gegebenheiten nicht modern und kundenfreundlich. Mit dem Neubau vergrößert sich die Verkaufsfläche von 1002 auf 1650 Quadratmeter. Auf denen soll das Warensortiment, das zwischen 15 000 und 20 000 Produkte umfasst, modern präsentiert werden. Ein zusätzlicher Backshop mit einer Sitzecke soll zum Verweilen einladen, so Stiel. Dazu kommen Theken für Käse, Obst, Fisch und Fleisch.
Die Fassade des Gebäudes soll durch farbliche Versetzungen aufgelockert werden, damit das „schuhkartonartige“ verschwinde, sagte Stiel. Die Warenanlieferung durch Lkw erfolgt beim Neubau dann nicht mehr auf der Seite zur Südlichen Ringstraße hin, sondern wird auf die Seite zum Gewerbegebiet hin verlegt. Schon Ende der Woche will das Unternehmen dort prophylaktisch einen Amphibienzaun aufstellen lassen. Wie Stiel berichtete, bestehe die Möglichkeit, dass sich hier im Schotter des ehemaligen Gleisbetts Zauneidechsen angesiedelt haben könnten und man wolle diesem Konflikt vorbeugen. Neben dem Neubau plant der Konzern auch die Sanierung des Parkplatzes und der Zufahrt und will dafür auch einige städtische Teilflächen in die Umgestaltung einbeziehen. Dafür wird aktuell ein städtebaulicher Vertrag mit der Verwaltung ausgehandelt, in dem die Verpachtung der Teilflächen festgelegt werden soll.

Zwischenlösung für Kunden und Mitarbeiter für die Dauer der Bauzeit ist geplant 

Insgesamt sind 91 Stellplätze geplant. „Die reichen auch aus, da der Markt fußläufig gut erreichbar ist“, erklärte der Gebietsexpansionsleiter. Schon jetzt kämen viele Kunden aus den angrenzenden Wohngebieten zu Fuß zu dem Markt. Die Parkplätze sollen im Gegensatz zum Ist-Zustand nicht mehr aus einer vollversiegelten Asphaltfläche bestehen. Nur die Fahrspuren würden asphaltiert. Zwar werden durch die neuen Parkplätze rund 400 Quadratmeter der städtischen Grundstücke versiegelt. Dies soll aber durch versickerungsfähiges Pflaster auf der Parkplatzanlage wieder ausgeglichen werden. Zusätzlich sollen 18 Bäume auf der Anlage gepflanzt werden.
Bis Ende April, so hofft Stiel, liegen für das Bauvorhaben alle Gutachten vor. Bis Ende des Jahres sollen die Planungen stehen, damit der Bauantrag gestellt werden kann. Liegt die Genehmigung vor und stimmen die städtischen Gremien zu, könnte im Frühjahr 2020 mit dem Abriss und Neubau begonnen werden – wofür Stiel insgesamt rund zwölf Monate verbucht, sodass der neue Markt bereits zu Ostern 2021 eröffnen könnte. Eine Zwischenlösung für Kunden und Mitarbeiter für die Dauer der Bauzeit sei geplant. Hier führe man mit dem Bürgermeister und diversen Eigentümern von Gewerbehallen Gespräche, sagte Stiel.
Christian Hufgard (WIK) lobte das Projekt, betonte aber, dass die WIK sich noch enthalte, da die Vorlage in der Fraktionssitzung im Anschluss an die Ausschusssitzung besprochen werde. Fahrradstellplätze, betonte Stiel auf Hufgards Nachfrage, seien auch geplant. Auch seien auf der Parkfläche vier Tankstellen für E-Autos geplant, zudem werden zusätzliche Leitungen gelegt, damit die Zahl der Zapfsäulen bei Bedarf aufgestockt werden kann. Geprüft wurde auch, ob auf dem neuen Edeka-Markt eine Wohnbebauung möglich sei. Da es sich hier aber um ein Gewerbegebiet handele, sei das nicht zulässig, erklärte Ockel.
Einstimmig passierte den Ausschuss außerdem die Auftragsvergabe für den Umbau der Kreuzung Mörfelder Straße/Südliche Ringstraße in einen Kreisverkehr. Die Gesamtkosten liegen bei rund 1,3 Millionen Euro. Baubeginn ist nach Ostern, fertig sein soll der Kreisel im Dezember.

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