Direkt aus der Wabe genascht

Viertklässler zu Besuch beim Imker und Obst- und Gartenbauverein

Ganz frisch und ganz süß: Sude darf mit dem Finger den Honig direkt aus der Wabe schlecken. (Foto. Postl)

Kelsterbach. Viele Dinge sind leichter zu verstehen, wenn man sie sich ansieht, schmeckt oder ausprobiert und nicht nur davon hört. Deshalb begab sich die Klasse 4b der Karl-Treutel-Schule mit ihren Lehrerinnen Margot Maibach und Ute Maurer auf Exkursion. Ziel war der Lehrgarten des Obst- und Gartenbauvereins in der Schwanheimer Straße „Seid willkommen, aber wir besuchen zuerst die Bienen“, begrüßte Vorsitzender Franz Reil die Schüler und lotste sie auf das gegenüber liegende Gelände einer Gärtnerei.

Dort, auf einer kleinen Wiese, stehen mehrere Bienenstöcke des Imkers Siegfried Roscher. Obwohl es recht frisch war, flogen die fleißigen Bienen an den Schlitzen der Bienenstöcke ein und aus. „Es gibt immer noch viele Blüten und die Bienen sammeln den Pollen als Nahrung für den Winter, denn wenn es kalt wird, können sie nicht mehr ausfliegen“, erklärte Roscher seinen aufmerksamen Zuhörern.
„Und woher kommt der Honig?“, wollte ein Schüler wissen. „Alles der Reihe nach, ich erkläre es“ meinte Roscher und bat die Kinder erst einmal ein paar Schritte von den Einfluglöchern zurückzutreten. Sicherheitshalber. „Es ist noch nichts passiert, aber wir wollen, dass ihr von den Bienen nicht als Eindringlinge wahrgenommen werdet, denn dann wehren die sich natürlich und stechen schon mal“, erklärte Roscher, dabei blies er Rauch in die Luft, den die Bienen nicht mögen.
Dann hob der Imker vorsichtig den Deckel eines Bienenstocks ab – und schon war das Gewusel zu erkennen. Vorsichtig durchtrennte Roscher die von den Bienen angebrachte Wachsschicht um den Wabenrahmen, dann zog er die Wabe ganz aus der Halterung.
„Also, ihr kennt doch alle Blüten, egal ob Blumen, Bäume oder kleinen Gräser, alle haben einen Blütenkelch, in dem Blütennektar oder Honigtau ist. Diesen sammelt die Biene, genauer gesagt die Arbeitsbiene, und da auch Pollen an ihren Haaren hängen bleiben, bestäubt sie so andere Blüten“, erklärte Roscher.
Den Blütennektar bringt die Biene zu ihrem Stock, wo dieser dann von einer Stockbiene in eine Wabenkammer eingelagert wird. „Bei der Übergabe des Nektars mischt die Biene noch bestimmte Stoffe aus ihrem Körper bei, damit der Honig haltbarer wird“, sagte Roscher.
Der Imker schabte die Wachsschicht von einer Wabenkammer und schon war der goldgelbe Honig zu sehen. Und dann durfte zur Begeisterung aller der Honig probiert werden. „Was glaubt ihr, wie viele Bienen in so einem Stock sind?“, wollte Roscher von den Kindern wissen. Die Antworten schwankten zwischen 500 und 10 000. „Normalerweise so um die 50 000“, überraschte der Imker die Schüler.
In der lauschigen Laube des Obst- und Gartenbauvereins legten die Schüler im Anschluss eine Pause ein. Oskar Dürr erklärte ihnen, dass auf dem tausend Quadratmeter großen Lehrgartengelände über 80 verschiedene Apfelsorten angepflanzt sind. „Wir haben sogar den berühmten Ruhm von Kelsterbach und andere alte Sorten wie Oldenburger und Idared“, betonte der Obstbauspezialist voller Stolz.
Doch die Apfelbäume brauchen auch Pflege, sie sollten fachgerecht geschnitten werden, damit ihre Kraft in die Früchte und nicht in wilde Triebe fließt. „Und was braucht man noch, damit es solch schöne Äpfel gibt, wie wir sie hier haben?“, wollte Franz Reil wissen. Die Antwort kam prompt, denn die Grundschüler hatten wirklich etwas gelernt: „Bienen!“ (pos)

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