Alarm im Sonnenstudio

Drei Unbekannte verüben Buttersäure-Anschlag

MIT ATEMSCHUTZ betrat ein Trupp der Feuerwehr das Sonnenstudio. (ch)

Kelsterbach. Sonntagabend gegen 20 Uhr. Im Sonnenstudio in der Martin-Luther-Straße befinden sich noch vier Kundinnen und eine Mitarbeiterin. Plötzlich betreten drei Männer das Studio, schauen sich um und verschwinden wieder. Kaum sind sie weg, breitet sich ein bestialischer Gestank aus. Die Frauen vermuten, irgendwo trete womöglich eine giftige Substanz aus und rufen die Polizei.
 

Von der Polizeistation in unmittelbarer Nähe eilen zwei Beamte herbei, gehen in das Studio. Ihnen wird von dem Gestank schlecht. Inzwischen trifft die Feuerwehr ein und sperrt den Bereich weiträumig ab. Gäste eines Bistros und eines Wettbüros werden aufgefordert, die Räume zu verlassen, denn der Gestank breitet sich aus. Auch auf der Straße ist der faulige Geruch deutlich wahrzunehmen. Aus Nauheim kommen Feuerwehrmänner, die speziell auf Giftgas geschult sind, mehrere Rettungswagen, die Kelsterbacher Wehr und ein Notarzt treffen ein. Die vier Frauen und die beiden Polizeibeamten werden von den Sanitätern behandelt. Verletzt hat sich niemand.
Feuerwehrmänner mit Atemschutz dringen in das Sonnenstudio ein und beginnen mit Messungen. Am Geruch ist schnell zu erkennen, dass es sich um Buttersäure handelt. Nun muss noch deren Konzentration festgestellt werden, denn sie kann zu Haut- und Augenreizungen führen. Doch die Konzentration stellt sich als unbedenklich heraus.
Während die beiden Feuerwehrmänner ihre Kleidung ablegen, die in Spezialbehälter kommt, um gereinigt zu werden, beginnen einige ihrer Kameraden damit, das Studio mit großen Ventilatoren zu lüften. Der Besitzer wird aufgefordert, das Geschäft einige Tage geschlossen zu halten. Um den Gestank und vor allem die Reste der Buttersäure zu entfernen, muss erst eine Grundreinigung durchgeführt werden.
Die Polizei fahndet nun nach den drei Männern, die gegen 20 Uhr das Sonnenstudio betreten und es kurz darauf wieder verlassen haben. Sollten sie gefasst werden, müssen sie womöglich auch für die Kosten des aufwendigen Einsatzes aufkommen. (ch)

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